Euro-Krise und kein Ende

Oft ist es nicht der Blick nach vorn, der die größten Erkenntnisse liefert; oft ist es der Blick zurück. Dabei […] (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Oft ist es nicht der Blick nach vorn, der die größten Erkenntnisse liefert; oft ist es der Blick zurück.

Dabei muss gar nicht erst die Geschichte herangezogen werden, um wichtige Erkenntnisse für die Abläufe an den Finanzmärkten zu bekommen.

Manchmal reicht es schon aus einfach einige Jahre zurück zu blicken. Genau das habe ich einmal getan und ein paar Jahre zurückgeschaut:

Wir schreiben den Januar 2014. Damals stand die Euro-Krise als großes Thema noch auf der Tagesordnung. Meine 1. Erkenntnis lautete damals:

„Wenn es nach den meisten Politikern geht, dann ist die Euro-Krise vorüber. Die Währungs-Gemeinschaft hat sich vollständig erholt und die Konjunktur brummt.

Doch leider decken sich diese politischen Einschätzungen nur zu einem geringen Teil mit der Wirklichkeit.“

Schon vor Jahren wies ich auf die großen Gefahren hin

Und wenn wir ehrlich sind, ist die Euro-Krise auch immer noch alles andere als vorbei.

Zwar ist es um Griechenland als Krisenherd Nr. 1 der Eurozone ruhig geworden.

Doch die Probleme in Italien lassen immer noch aufhorchen: Dort steht der gesamte Banken-Sektor massiv unter Druck.

Schon im Januar 2014 lautete daher meine Einschätzung:

Neue Griechenland-Hilfen verlängern nur die KriseGriechenland: Das Euro-Krisenland bekommt wieder frisches Geld. Damit wird die Krise jedoch nicht gelöst, sondern nur verlängert. › mehr lesen

„V. a. in den Krisenländern kann eben von einem Ende überhaupt keine Rede sein. Das sieht auch der Internationale Währungsfonds (IWF) in einer aktuellen Studie so.

Für den IWF ist klar: Ohne ein starkes Wirtschafts-Wachstum kann die Krise nicht überwunden werden. Aber danach sieht es eben in vielen Ländern der Euro-Zone nicht aus.

Und damit heißt es für die angeschlagenen Länder wie Griechenland oder Italien: Die Belastungen der Krise mit steigenden Schulden und extrem hoher Arbeitslosigkeit werden weiter andauern.“

Immerhin hat sich beispielsweise die Lage der Arbeitslosigkeit in Italien etwas verbessert: Während im Jahr 2014 durchschnittlich noch 12,6% arbeitslos waren, lag die Quote im Jahr 2016 nur noch bei 11,6% im Durchschnitt.

Auch in Griechenland hat sich die Lage klar verbessert: 2014 lag die durchschnittliche Arbeitslosen-Quote noch bei 26,5%. Im Jahr 2016 ist sie auf 23,2% abgesunken.

Arbeitslosigkeit sinkt auch in Krisenländern – Doch das allein reicht für Aufschwung  nicht aus

Hier erkennen Sie klar eine bessere Tendenz. Aber eines dürfen sie auch nicht vergessen: Das Niveau in beiden Ländern ist noch immer extrem hoch!

Im EU-Durchschnitt ist die Arbeitslosen-Quote zuletzt auf weniger als 10% gesunken – das ist eine klare Verbesserung.

Doch Werte von mehr als 11,5% in Italien und deutlich über 20% in Griechenland zeigen Ihnen einmal mehr, wie angeschlagen die wirtschaftliche Lage in diesen Euro Ländern noch ist.

Daher sollten Sie sich auch aktiv darauf einstellen, dass die Euro-Krise uns als Thema noch länger erhalten bleiben wird. Wie Sie diese Absicherung am besten vornehmen, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.