Euro-Rettung: Jeder Bundesbürger haftet mit 16.500 €

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Über jedem von Ihnen schwebt ein sprichwörtliches Damoklesschwert – und zwar ein monetäres. So haftet jeder von Ihnen mit sage […] (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com)

Über jedem von Ihnen schwebt ein sprichwörtliches Damoklesschwert – und zwar ein monetäres.

So haftet jeder von Ihnen mit sage und schreibe 16.500 € für die Rettung der europäischen Einheits-Währung.

Das haben Sie sicher nicht gewusst, oder?! Nachfolgend zeigen wr Ihnen sämtliche Hintergründe dazu auf.

Tabuthema: Der gescheiterte Euro und seine Rettungsmaßnahmen

Sie erinnern sich vielleicht daran, dass selbst dem größten Euro-Enthusiasten spätestens mit dem Ausbruch der Finanz- und Bankenkrise auch in Europa klar wurde:

Die Gemeinschafts-Währung ist in der freien Marktwirtschaft gescheitert.

Denn nur durch Rettungs-Zusagen der starken und besonders zahlungsfähigen nördlichen EU-Mitglieds-Staaten – allen voran Deutschland – konnte der Euro überleben.

Und durch die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Gemeinschafts-Währung auf Teufel komm raus zu stützen.

Sie wissen: Das hält bis heute an.

Durch Euro-Rettungen wurde die EU zur Transfer-Union

Was Ihnen dabei zumeist nicht gesagt wurde: Durch diese Rettungsmaßnahmen entwickelte sich die EU immer mehr zu einer Transfer-Union.

Das heißt im Klartext, dass wirtschaftlich starke EU-Länder jene zahlen, die nicht wettbewerbsfähig sind oder die sich nicht schnell genug anpassen konntenbzw. wollten.

Gemeint sind die berüchtigten Krisenstaaten, zu denen v. a. die Südländer gehör(t)en: z. B. neben Griechenland und Portugal auch Spanien, Italien und Zypern.

Das sind die Gründe für die Haftungen

Die Haftungen ergeben sich insbesondere aus:

Wie bereits gesagt: Diese Problematik ist der breiten Öffentlichkeit fast gänzlich unbekannt. Dabei steigen die oben benannten Ansprüche weiter rasant an.

Risiko: Hohe deutsche Ansprüche gegenüber zahlungsunfähigen Staaten

Durch die Vielzahl der Euro-Rettungsmaßnahmen ergeben sich insbesondere für Deutschland gegenüber anderen EU-Staaten oder dem Target-System der EZB immense Ansprüche.

Bedenken Sie dabei, dass diese Ansprüche auch gegenüber Staaten bestehen, die die Märkte als zahlungsunfähig eingestuft haben.

Spätestens jetzt sollten Sie sich also die Frage stellen, was von diesen Ansprüchen im Ernstfall zu realisieren ist.

Dämmert es Ihnen jetzt, wo der Hund begraben liegt?

Immense finanzielle Risiken, die Ihnen von der Politik aufgebürdet werden

Sie sehen also: Die Probleme des Euro sind längst noch nicht gelöst.

Ganz im Gegenteil muss der Steuerzahler jeden Tag mehr bezahlen, wenn es am Ende nötig sein sollte.

Gemeint sind damit die finanziellen Risiken, die die Bundesregierung Ihnen im Zuge der Maßnahmen zur Euro-Rettung aufgebürdet hat. Und weiter aufbürden wird.

Es geht um Ihre Zukunft

Darüber sind sich die meisten jedoch überhaupt nicht im Klaren.

Sie sind es höchstwahrscheinlich auch nicht, obwohl es für Sie und Ihre Familie um nichts anderes als um Ihr Vermögen und Ihre finanzielle Sicherheit geht – und damit um Ihre Zukunft.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.