Europa und der Fluch der Negativ- und Nullzins-Politik

Ihnen ist vielleicht gar nicht bewusst, wie sehr Ihr (Bank-)Vermögen bereits im Feuer steht… Anhand von 2 Traditions-Banken in Italien, […] (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Ihnen ist vielleicht gar nicht bewusst, wie sehr Ihr (Bank-)Vermögen bereits im Feuer steht…

Anhand von 2 Traditions-Banken in Italien, die kurz vor dem Kollaps stehen – und das mit verheerenden Folgen –, haben wir Ihnen dieses Desaster bereits aufgezeigt.

In Spanien ist es nicht viel besser: Dort plündert die Regierung bereits die Rentenkasse – seit 2012 zieht sie Mittel aus dem Rücklagefonds, sprich:

Sie finanziert damit andere Haushalts-Ausgaben, etwa um die Löcher im Staatshaushalt zu schließen oder Defizite im Sozialhilfe-System auszugleichen.

Die Lage ist dramatisch.

Spaniens Renten-System ist am Ende

Wir wussten es selbst vor unseren Recherchen nicht: Mit 18,1 Mrd. € verzeichnete das spanische Sozialhilfe-System den größten Fehlbetrag in der Historie.

Für 2017 sieht es auch nicht viel besser aus: Bislang wird dieser auf annähernd 17 Mrd. € geschätzt.

Noch einmal: Diese Milliarden entwendet der Staat aus der Rentenkasse! Geht das so weiter, wird der Pensionsfonds spätestens 2018 komplett geflutet sein.

Die Regierung versucht mit einem Schulden-Moratorium dagegenzuhalten, sprich:

Ein Darlehen von etwas über 10 Mrd. € wurde für den Rentenfonds verlängert – salopp gesagt also „Luft“ in der Rentenkasse im Tausch gegen Ruhegelder.

Ob das gut geht, steht in den Sternen…

Der Fluch der Negativ- und Nullzins-Politik trifft Spanien hart

Vergessen Sie auch nicht, dass der Fluch der EZB-Negativ-Zinsen und Null-Leitzinsen die Rentenkasse ebenfalls befällt!

Weil die Pensionsfonds (und Banken) keine ausreichende Rendite mehr erzielen, steigen die Einlagen in der Rentenkasse nicht, sondern schrumpfen ständig.

Existenzgründer: So helfen Mikrokredite beim DurchstartenMikrokredite werden zunehmend von Internet-Plattformen angeboten. Spezielle Förderbanken jedoch bieten mehr. › mehr lesen

Das wird oftmals in der Diskussion um die EZB-Zins-Politik ausgeblendet.

Troika-Kreditpaket schädigte die Konjunktur

Vielleicht werfen Sie jetzt ja auch ein, dass die EU-Troika Spanien bereits einen 60 Mrd.-€-Kredit gegeben hat und es dem Land doch eigentlich gut gehen müsste.

Dann entgegnen wir Ihnen: Mitnichten!

Die mit dem Kreditpaket verbundenen Sparmaßnahmen führten dazu, dass die Arbeits-Verhältnisse im Lande noch problematischer wurden, als sie schon waren – und dass das Lohn-Niveau sank.

Das alles rührt die Konjunktur bestimmt nicht an, dafür aber die Unzufriedenheit.

Auch Deutschland mit großen Problemen

Vielleicht denken Sie ja jetzt, dass diese Probleme nur in Spanien und Italien herrschen.

Dabei haben wir diese beiden Länder eigentlich nur beispielhaft für den Zustand des maroden europäischen Banken-Systems und der Staatsfinanzierung genommen.

Nein, Deutschland ist dahingehend nicht das Land der Glückseligkeit – das können Sie sich abschminken!

Mitunter herrschen hierzulande sogar noch größere Probleme als anderswo. Lesen Sie weiter und Sie erfahren alles darüber:

Die größten Risiken tragen die Deutschen

Deutschland trägt gewaltige Risiken. Kein Politiker und auch kein Banker spricht gerne darüber – und gerade deshalb sollen Sie hier die ganze Wahrheit darüber erfahren.

Diese Risiken resultieren aus


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.