EZB versagt: Stirbt der Euro – und damit die EU?

Der große Crash steht an, aber keiner spricht darüber; weder der Mainstream noch die Politik.

Dabei gehen namhafte Experten ebenfalls davon aus, wie Ihnen bereits ausführlich dargelegt wurde.

Dazu gehören beispielsweise der US-Finanz-Analyst Martin Armstrong, der ein Computer-Modell erarbeitete, mit dem er Krisen voraussehen kann.

Mit diesem Pi-Code konnte er erstaunliche Treffer vorzeigen.

Stirbt der Euro und damit die EU?

Ein anderer Experte ist Elio Lannutti, der Gründer und Vorsitzende der italienischen Sparerschutz-Vereinigung ADUSBEF.

Er hielt einen Vortrag mit dem Titel: „Werden wir am Euro sterben?“

Lannutti macht darin auf ein großes Problem aufmerksam: auf die europäische Kleptokratie. Sie hat Millionen Europäern die Zukunfts-Hoffnung zerstört.

Und auch die Europäische Zentralbank (EZB) tut alles, um die europäischen Bürger zu verunsichern.

So werden Sie mit Begriffen verunsichert

Banken-Experte Markus Krall: „Die Öffentlichkeit wird verwirrt mit einem Schwall neuer Begriffe und Abkürzungen“.

Damit meint er beispielsweise:

  • OMT – Outright Monetary Transactions (vorbehaltlose geldpolitische Geschäfte),
  • QEQuantitative Easing (unkonventionelle Form der Ausweitung der Geldbasis = expansive Geldpolitik)
  • oder ABSPPAsset Backed Securities Purchase Programme (also Verbriefungen, die schon durch die US-amerikanische Immobilienblase ihre Sprengwirkung in alle Banken-Systeme der Welt transportiert haben).
  • Hinzu kommt CBPP3 – Covered Bond Purchase Programme (ein 3. Ankauf-Programm für Covered Bonds, ähnlich dem ABSPP).
  • Denken Sie auch an PSPP – Public Sector Purchase Programme (Kommunal-Anleihen mit oder ohne Gewährträger-Haftung durch den Staat und Anleihen öffentlich-rechtlicher Unternehmen).

Doch die Wahrheit ist: All diese Geldschöpfungs-Modelle taugen nicht viel.

EZB als Diktator der Geldpolitik

Krall betitelt die Europäische Zentralbank als einen „Diktator der Geldpolitik“ und liegt damit völlig richtig.

Die EZB meine es zwar wohlwollend mit den Staatsfinanzen der reformunfähigen und reformunwilligen Länder des europäischen Südens, aber wohl kaum mit dem auf Alters-Armut zusteuernden Sparer in Deutschland, Österreich oder den Niederlanden.

Tatsächlich glauben die EZB-Verantwortlichen und die Politiker, dass man nur immer wieder genügend Geld drucken und in den Umlauf bringen muss, um die Inflation anzukurbeln.

Die EZB versagt

Doch dies funktioniert nicht, und Krall weiß auch, warum das so ist:

„Die Raserei der Druckerpresse des Herrn Draghi lässt nämlich die Erträge der Banken kollabieren und sorgt zugleich dafür, dass sich in ihren Büchern unvorstellbare neue Risiken auftürmen, die wie ein Krokodil unter der Wasseroberfläche eines stillen afrikanischen Tümpels lauern. An diesem morastigen, krokodilverseuchten Gewässer lässt der Bademeister EZB-Schilder aufstellen, die in Form von negativen Zinsen Geldstrafen für jeden androhen, der nicht sofort darin baden möchte.“

Diese Folgen sind abzusehen. Dazu gehört, dass die Tragfähigkeit des Risikos des gesamten Banken-Systems ausgehöhlt wird und dadurch ins Wanken gerät.

Damit werden auch keine Kredite (Giralgeld) mehr fließen können.

„Diese Beschädigung des Banken-Systems ist bereits in vollem Gange. Verborgen wird dies vor den Augen der Öffentlichkeit durch allerlei Tricks“, sagt Krall.

7. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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