Folgen den Industrie-Robotern die Service-Roboter?

Industrie-Roboter sind menschlichen Arbeitskräften bei Geschwindigkeit, Präzision und schierer Kraft weit überlegen. Daher haben Industrie-Roboter längst unsere Fabriken erobert.

Im Dienstleistungs-Bereich sieht es anders aus. Hier befindet sich die Automatisierung noch am Anfang. Doch in einigen Branchen könnte sich dies bald ändern.

An dieser Stelle möchte ich mit Ihnen einen Blick auf die Möglichkeiten werfen.

Service-Roboter im Gastronomie-Bereich

Einiges Potenzial für Service-Roboter und Selbstbedienungs-Technik sehe ich beispielsweise im Gastronomie-Bereich.

Vor einigen Jahren hat Schnellrestaurant-Marktführer McDonalds schon damit begonnen, in seinen Filialen zusätzlich zu den normalen Kassen auch Selbstbedienungs-Terminals einzuführen.

Dieser Trend wird sich fortsetzen. In Zukunft dürfte der Anteil von Selbstbedienungs-Terminals im Gastronomie-Bereich stark ansteigen.

Auch bei der Essens-Zubereitung in Schnellrestaurants könnten Roboter schon bald zum Einsatz kommen.

Ein US-Start-Up hat bereits eine Maschine entwickelt, die 360 Burger pro Std. produzieren soll und dabei die meisten Arbeitsschritte selbst erledigt.

Jetzt gilt es, potenzielle Kunden von deren Vorteilen zu überzeugen. In Japan ist man diesbezüglich übrigens schon weiter, dort existieren weitgehend automatisierte Sushi-Restaurants.

Service-Roboter im Haushalt

Im Haushalt kommen Service-Roboter schon heute vermehrt zum Einsatz. Sie nehmen den Menschen lästige Tätigkeiten wie Saugen, Wischen und Putzen ab.

Allein Marktführer iRobot hat bereits 14 Mio. Geräte weltweit verkauft (Stand: Dezember 2016). Und sie sind gut dabei:

Beispielsweise schafft es der Wischroboter „Scooba“ von iRobot mit seinem mehrstufigen Reinigungs-System 98% aller Haushalts-Bakterien zu entfernen – mehr als jeder Mensch, der stattdessen einfach nur den Startknopf betätigen muss.

Pflege-Roboter: Nicht erwünscht, aber wahrscheinlich irgendwann notwendig

Grundsätzlich dürften Service-Roboter vermehrt in den Bereichen zum Einsatz kommen, die Menschen nicht gerne machen (wie Hausarbeit) oder in denen Arbeitskräfte-Mangel herrscht.

Ein Beispiel dafür ist die Pflegebranche: Studien kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird.

Selbst wenn eine Mehrheit der Bevölkerung Pflege-Robotern heute noch kritisch gegenüber steht, so ist eine starke Nachfrage nach Pflege-Robotern in der Zukunft absehbar.

Darauf wird die Wirtschaft reagieren und entsprechende Pflege-Roboter konstruieren.

Komplett ersetzen werden Roboter die menschlichen Pflegekräfte aufgrund des fehlenden zwischenmenschlichen Kontakts zwar wahrscheinlich nicht.

Aber wir werden aufgrund der Umstände (Überalterung der Gesellschaft und Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal) vorrausichtlich nicht um ihren ergänzenden Einsatz herumkommen.

Der Siegeszug der Service-Roboter wird kommen

Während der Siegeszug der Industrie-Roboter längst begonnen hat, steckt die Entwicklung bei den Service-Robotern noch in den Kinderschuhen.

Aber ich bin überzeugt:

Auch hier werden wir mit etwas zeitlicher Verzögerung den Einzug von Robotern und moderner Selbstbedienungs-Technik in nahezu jeden Wirtschaftszweig sehen.

Als Anleger lohnt es sich daher für Sie, sich rechtzeitig die Gewinner der Entwicklung ins Depot zu legen.

15. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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