Fonds: Das können Anleger im neuen Jahr erwarten

Der Fonds Ausblick auf 2018 ist im Bereich Aktienanlage unverändert positiv. Regionen- und Sektoren-ETFs können den Ertrag erheblich steigern.

Wer auf die Ertragskraft von Aktien setzt, aber keine Zeit hat, sich mit Einzeltiteln abzugeben, greift der Einfachheit halber zu gemanagten Fonds oder ETFs, die einem die Arbeit abnehmen. Mit den Ergebnissen konnten Anleger bislang zufrieden sein. Und wie sieht der Ausblick für Fonds 2018 aus? Nach einem hervorragenden Aktienjahr lässt sich der Erfolg nicht zwingend wiederholen.

Fonds: Ausblick auf 2018 positiv

Vor einem Ausblick von Fonds auf 2018 lohnt es sich, zum Abgleich einen Blick auf die jährliche Performance der vergangenen fünf Jahre zu werfen. Unter den beliebtesten Anlagen der Deutschen zeigte sich der DWS Deutschland mit 15 % Plus am besten. Mit Aktien aus dem Dax, Mdax und Sdax ist er etwas mutiger ausgerichtet – und konnte punkten.

Nummer zwei ist der Core Dax ETF von iShares. Der passive und günstigere Indexfonds erwirtschaftete pro Jahr 11 %. Damit war er ohne aktives Management besser als der Allianz Europe Growth, der auf 10,5 % kam oder der DWS Top Dividende mit 10 %. Die Ausrichtung auf die Top-Dividendenzahler ging offenbar nicht ganz auf.

Dieser vorsichtigere Ansatz könnte sich aber für Fonds mit Blick auf 2018 bewähren, sollte die bisherige Hausse etwas nachlassen. 2017 war zudem außergewöhnlich. Nahezu alle Regionen, sei es die Eurozone, die USA, Japan oder Emerging Markets konnten zweistellig zulegen. Dennoch, auch im neuen Jahr sind die Vorzeichen gut.

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Weiterhin gute Rahmenbedingungen

Weiterhin robustes Wachstum und niedrige Inflation mit anhaltend niedrigen Zinsen lassen eine gute Performance erwarten. Das gestiegene Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) allerdings dürfte das Ertragspotenzial etwas bremsen. Auch dürften die Unternehmensgewinne nicht mehr dasselbe Niveau erreichen. Inwieweit sich weltweite Gefahrenpotenziale wie die Wahlen in Italien, der Brexit, Konflikte im Nahen Osten oder Trumps Protektionismus realisieren, muss sich natürlich erst zeigen. Die gab es aber auch im letzten Jahr.

Besonders aussichtsreich sind wieder Fonds, die den IT-Sektor abbilden. Der digitale Wandel hat eigentlich erst begonnen. Das Plus im letzten Jahr lag bei ca. 40 %. Unter den Schwerpunkt-Fonds, die sich auf Regionen konzentrieren, haben Emerging Markets gute Chancen. Zuletzt legten die Schwellenländer um ganze 34 % zu. Das Aufholpotenzial ist noch nicht ausgeschöpft.

Mit Sektoren- und Regionenfonds punkten

Im Aufwind befindet sich zudem der japanische Markt. Dort gibt es eine Reihe von anlegerfreundlichen Reformen, die schon 2017 für ein lange ungewohntes Plus von 20 % sorgten. Etliche geplante Aktienrückkäufe oder Dividendenerhöhungen einiger Konzerne werden die Kurse weiterhin beflügeln. Zudem profitiert Japan als Exportnation überdurchschnittlich von der robusten Weltwirtschaft. Der niedrig bewertet Yen trägt erheblich dazu bei. Ein ETF auf den MSCI Japan ist sicherlich keine schlechte Idee.

Gerade mit Sektoren- oder Regionen-ETFs kann man gezielt von den jeweiligen Chancen profitieren, da sich in Deutschland oder den USA der Spielraum nach oben hin aufgrund des hohen Niveaus verringern dürfte. Eines allerdings ist beim Fonds-Ausblick auf 2018 zu beachten: Der Fiskus hat einige Steuerregeln erheblich verändert. Unter anderem werden erstmals die Fonds selbst besteuert, was in einigen Fällen zu einer Verteuerung der Produkte führen kann.


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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.