Für Ihren Börsen-Erfolg: Achten Sie darauf, was die Insider machen

Wenn Sie schon längere Zeit an der Börse aktiv sind, haben Sie wahrscheinlich schon einmal vom Begriff Insider-Käufe bzw. von Insider-Verkäufen gehört.

Falls nicht, erfahren Sie gleich, was damit gemeint ist.

Zudem möchte ich Ihnen erläutern, warum es sich für Sie als Anleger lohnen kann, darauf zu achten, was die Insider machen.

Denn dadurch können Sie Ihren Börsen-Erfolg verbessern.

Das einfache Grundprinzip dieser Strategie: Achten Sie darauf, wie die Unternehmens-Insider, also die Personen aus dem Vorstand und Aufsichtsrat, agieren.

Kauft ein Manager, der die Geschäfts-Entwicklung aus 1. Hand kennt, im großen Stil Aktien des eigenen Konzerns, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die mittel- und langfristigen Perspektiven gut sind.

Dann wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Aktienkurs steigen.

Die Insider-Käufe geben Ihnen sogar 2 wertvolle Informationen:

  1. Welche Aktien sollte man sich genauer ansehen?
  2. Bis zu welchen Kursen kaufen die Insider?

So können Sie von „Insider“-Informationen profitieren

„Insider-Geschäfte“ hinterlassen bei vielen Anlegern eine gewisse Skepsis, doch das ist in vielen Fällen unbegründet.

Ein Insider ist eine Person, die über kurserhebliche Informationen eines Unternehmens verfügt, bevor diese der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden.

Zu diesem Kreis gehören z. B. Personen, die im größeren Stil am Kapital des Unternehmens beteiligt sind, oder Vorstands- und Aufsichtsrats-Mitglieder.

Insider-Informationen sind nach dem Wertpapier-Handelsgesetz alle konkreten Informationen, die noch nicht veröffentlicht worden sind und die bei Veröffentlichung dazu führen können, den Börsen- oder Marktpreis des Konzerns zu beeinflussen.

Hier einige konkrete Beispiele:

  • Übernahme-Angebote,
  • Großaufträge,
  • unerwartete Gewinn-Steigerungen oder -einbrüche
  • oder Insolvenz-Anträge.

Es muss klar zwischen verbotenen und legalen Insider-Geschäften unterschieden werden.

Zu den verbotenen zählen die Transaktionen von Insidern, die vor Veröffentlichung der Infos mit Finanz-Instrumenten (Aktien, Derivaten, etc.) handeln, um bei Veröffentlichung der Nachricht Profit aus der Kursbewegung zu ziehen.

Dieser Insider-Handel wird mit Freiheits- oder Geldstrafen geahndet.

Es gibt klare rechtliche Regeln und eine Kontroll-Instanz

Um illegalen Insider-Geschäften entgegenzuwirken, werden in Deutschland alle Börsen-Geschäfte von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) mittels spezieller EDV-Programme überwacht.

Auffällige Kursbewegungen oder ungewöhnlich hohe Umsätze eines Finanz-Instruments (z. B. Aktien) werden so entdeckt und nachverfolgt.

Wenn also z. B. eine Gewinn-Warnung erfolgt, der Aktienkurs einbricht und kurz vorher große Short-Positionen aufgebaut wurden, wird die Börsen-Aufsicht das untersuchen.

Erfolgt ein Übernahme-Angebot und der Aktienkurs schießt wie eine Rakete nach oben, wird ebenfalls untersucht, ob sich vorab Investoren mit diesen Aktien eingedeckt haben und welche Informations-Quellen diese genutzt haben.

Börsennotierte Unternehmen sind dazu verpflichtet, über sogenannte Ad-hoc-Mitteilungen zeitnah wichtige Informationen zu veröffentlichen.

Dazu zählen seit dem 1. Juli 2002 auch die Aktienkäufe und -verkäufe von Vorstands- und Aufsichtsrats-Mitgliedern sowie deren Familien-Angehörigen und sonstigen Unternehmens-Insidern.

Eine entsprechende Mitteilung ist dann seitens der Gesellschaft unverzüglich zu veröffentlichen und wird als „Directors’ Dealings“ bezeichnet.

Diese erlaubten Insiderkäufe und -verkäufe können Sie im Internet unter der Adresse www.bafin.de verfolgen.

Insider-Daten bitte nicht als einzigen Indikator nutzen

Sie sollten die Insider-Daten (also die Käufe und Verkäufe von Unternehmens-Insidern) aber bitte nicht als einzigen Indikator nutzen.

Denn ein Insider-Verkauf muss nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen sein und ein Insider-Kauf nicht zwangsläufig ein gutes.

Daher sollten Sie zwar einen Blick auf die Insider-Käufe und -Verkäufe werfen, jedoch nicht Ihre Investitions-Entscheidungen nur auf Basis dieser Daten treffen.

Die Käufe und Verkäufe der Insider können Ihnen aber zeigen, wo Chancen oder Risiken liegen.

29. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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