Gegen eine Deflation ist jede Notenbank machtlos

Seit Jahren fluten die Notenbanken die Finanzmärkte immer wieder mit frischem Kapital. Doch die erhoffte Stabilisierung der Märkte ist bislang ausgeblieben.

Vor allen Dingen führt diese Politik der Notenbanken dazu, dass die Schulden von heute noch ein Thema für kommende Generationen sein werden.

Bank stellt Geld – und dann…?

Eine Sache müssen Sie bei der Betrachtung der Märkte tatsächlich verinnerlichen:

Die Notenbank kann den Banken oder dem Markt zwar Geld zur Verfügung stellen, aber sie hat keinerlei Einfluss darauf, was mit diesem Geld geschieht.

Derzeit wird das vermehrte Geld-Angebot nur dazu genutzt, um die Aktien- und Immobilien-Blase weiter aufzublähen – zu mehr Konsum führt es nicht und wird es auch nicht führen.

Aber genau das wäre notwendig, damit die hohe Liquidität tatsächlich einen positiven Effekt entfalten könnte.

Zwar sind zuletzt die Inflationsraten etwas angestiegen, aber das liegt auch zum großen Teil daran, dass Anfang 2016 die Energiepreise extrem niedrig waren.

So kostet beispielsweise Öl jetzt mit 55 Dollar pro Barrel mehr als doppelt so viel wie damals (Stand: Februar 2017).

Deflation bleibt die große Gefahr

Da die Energiepreise sehr wichtig zur Bestimmung der Inflation sind, hat sich dieser kurzfristige Effekt jetzt bei der Inflation ergeben – doch das ist nicht nachhaltig und bedeutet keine Trendwende.

Die größere Gefahr bleibt weiterhin die Deflation – das ist das, was ich schon lange schreibe: Eine Deflation kann mit keinen geldpolitischen Maßnahmen bekämpft werden.

Beispiel Japan

Japan befindet sich seit 20 Jahren in einer Deflation, ohne dass es dort dem Staat oder der Notenbank gelungen wäre diese zu bekämpfen.

Gerade jetzt plant die Regierung wieder, armen Bevölkerungs-Schichten direkt Konsum-Gutscheine zu schenken.

Doch schon in der Vergangenheit hatten solche Aktionen überhaupt keine Wirkung und blähten nur die Staatsschulden weiter auf.

Auch USA und Europa gefährdet

Die Ausweitung der Schulden sehen wir auch in der Euro-Zone, den USA oder bei uns in Deutschland:

Diese gigantische Schulden-Blase bläht sich immer weiter auf und wird mit einem lauten Knall platzen.

Stellen Sie sich vor: Heute (2017) sind die weltweiten Schulden rund 40% höher als noch 2009 zum Höhepunkt der Finanzkrise!

Sichern Sie sich besser ab

Sollte es jetzt zu Schieflagen bei einzelnen Staaten kommen, wäre das mit den bisherigen Rettungs-Mechanismen gar nicht mehr zu stemmen – das muss Ihnen als Investor klar sein!

Daher sollten Sie sich auch aktiv absichern und Ihr Vermögen möglichst breit streuen mit einer Mischung aus speziellen Aktien aber auch Edelmetallen.

27. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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