Medien vertuschen Stresstest-Skandal

Der große Crash ist keine Verschwörungs-Theorie. Wir haben Ihnen aufgezeigt, wie namhafte Experten einen solchen nicht mehr ausschließen.

Dazu gehören u. a. der umstrittene US-Finanz-Analyst Martin Armstrong, der ein Computer-Modell erarbeitete, mit dem er Krisen voraussehen kann.

Mit diesem sogenannten Pi-Code konnte er bislang erstaunliche Treffer vorzeigen.

Ebenfalls dazu zählt Elio Lannutti, der Gründer und Vorsitzende der italienischen Sparerschutzvereinigung.

Jener macht auf die europäische Kleptokratie aufmerksam, die bereits Millionen Europäern die Zukunfts-Hoffnung zerstört hat.

Das Versagen der EZB

Und auch die Europäischen Zentralbank (EZB) hat mit ihrer Geldpolitik komplett versagt.

Tatsächlich glauben die Zentralbank-Verantwortlichen und Politiker, dass man nur immer wieder genügend Geld drucken und in den Umlauf bringen muss, um die Inflation anzukurbeln.

Doch dies funktioniert nicht, wie Sie jetzt wissen.

„Vielmehr ist durch diese Politik eine Beschädigung des Banken-Systems in vollem Gange – verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit durch allerlei Tricks“, wie der Banken-Experte Markus Krall verrät.

Finanzpolitische Tricks der EZB

Einer dieser Tricks ist der sogenannte Stresstest der europäischen Banken-Aufsicht.

So fragt Krall völlig zu Recht:

„Wie konnte es z. B. sein, dass die 4 griechischen Banken mit einer Kreditsumme von knapp 210 Mrd. € und notleidenden Krediten von 110 Mrd. € diesen Test bestanden haben?

Bei einem Eigenkapital von insgesamt 26 Mrd. €, wovon 17 Mrd. € Steuer-Gutschriften des – wie wir wissen – mit höchster Kreditwürdigkeit ausgestatteten griechischen Staates waren?“

Und weiter:

„Wie kann es sein, dass die größte Bank eines EU-Landes ein Eigenkapital von 70 Mrd. € ausweist, aber an der Börse nur rund 20 Mrd. € wert ist?

Glaubt irgendjemand im Ernst, er könnte 50 Mrd. € verdienen, wenn er diese Bank für 20 Mrd. kauft und dann einfach dichtmacht und das Eigenkapital rausnimmt?“

Mainstream-Medien vertuschen Stresstest-Skandal

Auch die Mainstream-Presse schwieg zu diesem Stresstest-Skandal.

Stattdessen erklärte sie im Chor, der Stresstest für Europas Banken hätte lediglich eine kumulierte Kapital-Lücke von 10 Mrd. € ausgewiesen.

Unter den Tisch der Lücken-Medien fielen die Hunderte Milliarden fauler Kredite, etwa bei den italienischen Banken – aber nicht nur da…

Der IWF schätzt diese schlechten Kredite in Europa gar auf 900 Mrd. US-Dollar.

Und die KPMG (ein globales Netzwerk rechtlich selbständiger, unabhängiger Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmens- und Managementberatung) geht sogar von 1.300 Mrd. US-Dollar aus.

Diese Kredite sind wahre Zeitbomben.

Geldpolitik-Experimente und ihr Scheitern

Jedesmal, wenn Zentralbanken oder Staaten gewissermaßen Geldpolitik-Experimente durchführten, ging das in die sprichwörtliche Hose.

Das war nicht nur hierzulande beim Crash 1923 so, sondern auch in Simbabwe, Argentinien oder Venezuela.

Die Geldordnung kollabierte. Der darauffolgende Währungsschnitt vernichtete dann auch noch die Ersparnisse der Bürger.

Bank-Experte Markus Krall sieht auch jetzt einen Einsturz der Geldordnung in Europa als unvermeidlich. „Die Menschen riechen ihn bereits förmlich.“

Die Pleitegeier kreisen über Europa

Das alles wissen die Totengräber des Euro und der EU längst.

Deshalb gab es bereits Forderungen nach einer europäischen Bad Bank, damit sich die betroffenen Finanz-Institute von der 1 Bio. € fauler Kredite entledigen können.

Oder anders ausgedrückt: Es geht darum ein neues Werkzeug zu schaffen, um eine gigantische Schulden-Sozialisierung zu erreichen – überwiegend abgewälzt auf Deutschland.

Sie sehen also: EZB und Politik tun alles, um das ohnehin völlig marode Banken-System endgültig zum Kollabieren zu bringen.

Nein, nicht nur eine Bank, sondern der größte Teil aller europäischen Finanz-Institute wird davon betroffen sein.

Und niemand wird dann dieses Banken-System noch retten können; zu gewaltig ist der Crash-Tsunami, der alles mit sich fortreißen wird.

11. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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