Gewinnentwicklung ist ausschlaggebend für Ihren Börsenerfolg

Geopolitische Einflüsse mögen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben, sie sind jedoch nur von kurzer Dauer. (Foto: Delpixel / Shutterstock.com)

Vor allem in jüngster Zeit stößt man immer mal wieder über den Satz „Politische Börsen haben kurze Beine“.

Eine Behauptung aus dem reichen Fundus der Börsenweisheiten, die Anlageberatern und Börsenprofis immer dann leicht von der Hand geht, wenn Wahlen und politische Ereignisse die Finanzmärkte beeinflussen – vor allem, wenn die Kursreaktionen negativer Art sind.

Doch stimmt die Regel überhaupt?

Sie werden einwenden, dass eigentlich die Politik doch eine permanente Rolle an den Börsen spielt. Wie kann die Regel also gemeint sein?

Auch alte Börsenweisheiten müssen hinterfragt werden

Gemeint sind mit der Börsenweisheit weniger die Konsequenzen politischer Entscheidungen an sich, sondern generell die Folgen unerwarteter politischer Ereignisse.

Der Ausgang einer Wahl ist hierfür nur ein (wenngleich häufig zitiertes) Beispiel. Denn nichts mögen Börsenprofis weniger als Überraschungen.

Erinnern Sie sich nur an die Kurskapriolen nach dem Brexit.

Ganz offensichtlich machen Wahlforscher hierzulande ihren Job besser als in vielen anderen Ländern.

Hochrechnungen haben (kurzfristigen) Einfluss

Die kurz vor den Wahlen abgegebenen Hochrechnungen treffen nämlich meist ins Schwarze.

Relativ unwahrscheinliche Ergebnisse, welche jedoch unterwartete oder dramatische Folgen haben können (wie sie in den letzten beiden Jahren in Frankreich, den USA oder in Großbritannien zu beobachten waren), dürften in Deutschland daher am kommenden Sonntag nicht zu befürchten sein.

Woran liegt das? Was unterscheidet Deutschland von diesen Ländern?

Zunächst einmal, dass sich hierzulande die Parteiprogramme der etablierten Parteien in den letzten Jahren einander immer weiter angenähert haben, so dass Sie als langfristig orientierter Anleger den Schluss ziehen könnten, dass es ohnehin egal ist, welche Koalition zukünftig den Bundeskanzler stellt.

Und noch ein zweiter Grund tut sich auf:

Denn für Sie als Anleger ist es von Vorteil, dass extreme Parteien, die theoretisch in die frei werdenden Lücken etablierter Parteiprogramme stoßen könnten, in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten nur eine untergeordnete Rolle spielten.

Dies führt zu relativ stabilen Mehrheiten im Bundestag.

Gewinnentwicklung als relevante Größe für Ihren Börsenerfolg

Daher gilt: Geopolitische Einflüsse mögen zwar in Einzelfällen heftige Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben, sie sind jedoch nur von kurzer Dauer.

Im Vergleich dazu haben unternehmensindividuelle Ereignisse wie die Umsatz- oder Gewinnentwicklung, Fusionen oder Vorstandswechsel für Sie Börsianer eine ungleich höhere Bedeutung.

Was in erster Linie daran liegt, dass Unternehmen in unserer globalisierten Welt einen Großteil ihrer Umsätze und Erträge nicht auf ihrem Heimatmarkt erwirtschaften, sondern im Ausland.

Selbst eine massive Wahlüberraschung hätte also auf die Gewinnentwicklung der meisten Unternehmen nur eine geringe Auswirkung.

Viel wichtiger ist es daher, überhaupt investiert zu sein. Denn: Die Börsenampeln stehen auf grün, und dabei bleibt es auch.

Die Konjunktur brummt und Ihre Unternehmen legen reihenweise Rekordergebnisse vor. Daran wird sich auch in den kommenden Monaten wenig ändern.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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