Gold: 4 wichtige Gründe für den Kauf

Gold gilt als Absicherung Nr. 1. Eine Beimischung von rund 10% im Depot wird allgemein empfohlen. Doch was genau sind die Vorteile des gelben Edelmetalls? – Hier ein Überblick:

1. Gold schützt vor Inflation

Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte macht deutlich, dass Gold – im Gegensatz zu den meisten Papier-Währungen – seinen Wert unabhängig von Inflationsraten steigern konnte.

Gold als Krisen-Währung bei Währungs-Krisen

2. Gold schützt vor Währungs-Einbrüchen

Eine Faustregel besagt, je schwächer der Dollar, desto stärker der Goldpreis – und umgekehrt. Derzeit redet US-Präsident Donald Trump den Dollar schwach, um damit die US-Wirtschaft anzukurbeln. Das ist ein bisschen kurz gedacht, doch es stützt den Goldpreis.

Die expansive Geldpolitik der Notenbanken sowie die immense Staatsverschuldung tragen zudem hierzu bei:

dass das Vertrauen der Anleger in klassische Währungen immer mehr schwindet – und im Gegenzug die Hoffnung auf den Bestandswert des Goldes steigt.

Denn in der uns bekannten Geschichte der Menschheit ist es bislang nicht zu einem Totalverlust beim Wert des Goldes gekommen. Ganz im Gegenteil: Wenn Münzen und Scheine wertlos wurden, konnte man sich für sein Gold immer noch etwas kaufen.

Starke Nachfrage in Schwellenländern

3. Stabile Nachfrage aus China und Indien

Die Schwellenländer horten Gold, die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Das gilt sowohl für die Zentralbanken, die ihre Tresore aufgefüllt haben, als auch für die Bevölkerung.

Durch die gute Wirtschafts-Entwicklung steigen einerseits die Kaufkraft und andererseits die Begehrlichkeiten.

Das nachlassende Vertrauen in die landeseigenen Währungen – siehe Punkt 2 – veranlasst immer mehr Menschen dazu in Sachwerte zu investieren. Gold und Immobilien stehen dabei weit oben auf der Liste.

4. Gold als Absicherung gegen politische Krisen

Verkaufen, verkaufen, verkaufen!

Das hat es an der Börse schon mehrfach gegeben, sei es beim Platzen der Immobilienblase, beim Zusammenbruch des Neuen Marktes oder bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001.

Binnen kürzester Zeit geraten die Märkte insgesamt oder einzelne Branchen massiv unter Druck. Auch negative Überraschungen einzelner Konzerne können Anleger auf dem falschen Fuß erwischen, Volkswagen mit seinem Abgas-Skandal ist ein relativ aktuelles Beispiel.

Emotional gesteuert

Beim Gold hingegen ist kaum mit solchen Überraschungs-Effekten zu rechnen – zumindest nicht nachhaltig. Dennoch ist auch der Goldpreis mitunter starken Schwankungen ausgesetzt, immerhin wird er wie kaum ein anderes Investment v. a. durch Emotionen bestimmt.

Das ist kein Wunder, denn so etwas wie Geschäftsbilanzen, auf die Anleger reagieren könnten, gibt es naturgemäß beim Gold nicht.

Stattdessen betrachtet man die Großwetterlage: Aktienmärkte, Zins-Entscheidungen, politische Zäsuren. All diese Faktoren nehmen direkt oder indirekt Einfluss auf den Goldpreis und sind z. T. unberechenbar.

Allein auf Barren und Münzen sollte man daher nicht setzen. Doch eine wohlbemessene Beimischung hat noch keinem Depot geschadet.

21. April 2017

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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