Gold: Darum ist es die bessere Währung

Gold Körner – shutterstock_567952783 optimarc

Eine Gold-Beimischung von etwa 10% sollte in keinem Anlage-Depot fehlen, so die gängige Empfehlung von Finanz-Experten. Die Prozent-Angabe schwankt dabei […] (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Eine Gold-Beimischung von etwa 10% sollte in keinem Anlage-Depot fehlen, so die gängige Empfehlung von Finanz-Experten.

Die Prozent-Angabe schwankt dabei meist zwischen 5 und 15%; je nachdem, ob es sich bei dem Berater eher um einen Skeptiker oder einen Fan des Edelmetalls handelt.

Die Warnung der Skeptiker lautet dabei meist, dass Gold keine lukrative Wertanlage sei, weil sie – im Gegensatz zu anderen Anlageformen – keine Zinsen abwerfe; der Wert sich also nicht „automatisch“ steigert, sondern von Preisschwankungen abhängig – und somit auch Risiken ausgesetzt – ist.

Das ist zwar einerseits richtig, verkennt aber andererseits eine wichtige Tatsache:

dass Gold nicht im klassischen Sinne als Anlageform zur Erwirtschaftung von schneller Rendite betrachtet werden sollte, sondern als Vermögens-Absicherung.

Werte, die zum Direkt-Vergleich mit Gold und somit als „konkurrierende“ Anlageform herangezogen werden können, sind eben nicht Aktien, sondern Währungen.

Besser als jede Papier-Währung

Und im Vergleich zu Währungen schneidet Gold nach wie vor glänzend ab.

Denn Papier-Währungen, die staatlich gelenkt und von Zentralbanken gedruckt werden, haben ein grundlegendes Problem: Ihnen ist eine stetige Entwertung immanent.

Dadurch, dass die staatlichen Währungen schon seit Jahrzehnten nicht mehr durch Gold gedeckt sind, können sie unbegrenzt vermehrt werden, sei es durch die Druckerpresse oder auch rein virtuell, etwa über Kredit-Geschäfte.

Die Geldmenge steigt inflationär, die Kaufkraft sinkt – es ist ein stetiger Prozess, der mit fortdauerndem Zeitverlauf immer deutlicher und immer schneller zutage tritt.

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Dieses Problem gibt es beim Gold dagegen nicht. Es ist physisch begrenzt, seine Menge lässt sich politisch nicht beeinflussen.

Zugleich ist es vor komplettem Wertverlust geschützt, denn selbst wenn Anleger phasenweise das Interesse verlieren, ist der Rohstoff industriell und auch bei Goldschmieden noch immer gefragt.

Neben der Währungs-Funktion – Gold gilt als weltweit akzeptiertes Zahlungsmittel – ist das Edelmetall dementsprechend auch durch seine Versicherungs-Funktion beliebt.

Bedruckte Geldscheine können im Extremfall von heute auf morgen wertlos werden, der Goldbarren hingegen nicht.

Auch mit Gold lässt sich Rendite machen

Wer auf Goldgeschäfte setzen und dennoch nicht auf Rendite verzichten will, sollte antizyklisch handeln: Wenn die Aktienmärkte scheinbar sorglos heißlaufen und der Goldpreis fällt, ist es ein guter Zeitpunkt, um zu kaufen.

Denn die nächste Krise kommt bestimmt, und wenn sich dann alle auf das Edelmetall stürzen und der Goldpreis anzieht, lassen sich Gewinne realisieren.

Diese können dann reinvestiert werden, beispielsweise in aussichtsreiche Aktien, die parallel zur Goldhausse wahrscheinlich günstiger zu haben sein werden.

Wer Gold nicht nur hortet, sondern gezielt aktiv damit handelt, kann also durchaus gute Geschäfte machen, auch ohne dass Barren und Münzen selbst dafür Zinsen abwerfen müssten.

Es kommt eben immer auf die Perspektive an.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.