Goldkontrolle: Achtung, der Staat protokolliert mit!

Der Staat will das Bargeld begrenzen und bald ganz abschaffen, doch damit nicht genug: Nun schlägt er Ihnen also auch […] (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Der Staat will das Bargeld begrenzen und bald ganz abschaffen, doch damit nicht genug:

Nun schlägt er Ihnen also auch noch ein verhängnisvolles Schnippchen hinsichtlich des Erwerbs von Edelmetallen.

Das tut er ganz einfach darum, weil diese ein sicherer Schutz gegen Vermögensenteignungs-Strategien sind.

Nur aus diesem Grund wird Ihnen die Flucht in Gold und Silber mehr als vermiest.

Ganz egal, was die Politiker Ihnen auch immer hinsichtlich von Terror-Finanzierung oder Geldwäsche weismachen wollen!

Staatliche Repressionen gegen Ihr Vermögen gehen in die nächste Runde

Wie Sie wahrscheinlich wissen, konnten Sie bisher Gold, Silber und andere Anlage-Metalle bis zu einem Betrag von 14.999,99 € anonym kaufen.

Doch mit dem kürzlich in Kraft getretenen Gesetz zur Umsetzung der 4. EU-Geldwäsche-Richtlinie, zur Ausführung der EU-Geldtransfer-Verordnung und zur Neuorganisation der Zentralstelle für Finanztransaktions-Untersuchungen hat sich das nun geändert.

Unter dem Deckmantel des Geldwäsche-Gesetzes

Das bedeutet nichts anderes, als dass im Januar 2017 ein Gesetz-Entwurf zur Neuordnung des deutschen Geldwäsche-Gesetzes vorgelegt wurde.

Und unter dessen Deckmantel wird nun auch die Anonymitäts-Grenze für Barzahlungen beim Erwerb von hochwertigen Gütern wie Gold und Silber herabgesetzt.

Herabgesetzt wurde diese Grenze von 14.999,99 auf 9.999,99 €. Ich sage Ihnen: Das ist fatal – und noch längst nicht alles!

Nicht nur Ihnen als Goldkäufer, sondern auch den Händlern werden neue Steine in den Weg gelegt.

Lesen Sie weiter und Sie erfahren von weiteren staatliche Repressions-Strategien gegen Ihr Vermögen.

Edelmetall-Händler unter Druck

Bislang mussten Edelmetall-Händler u. a. bereits Folgendes tun:

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  • Bei Transaktionen über 15.000 € (Annahme von Bargeld) die Identität des Käufers feststellen (Ausweis zeigen lassen) und die Informationen aufbewahren (Ausweiskopie anfertigen). Übrigens kann diese Betragsschwelle auch durch mehrere Käufe zustande kommen, wenn der Käufer dem Händler bekannt ist.
  • Bei anonymen elektronischen Zahlungs-Systemen (Auftraggeber und Begünstigter müssen nicht dieselbe Person sein.) gilt die Sorgfalts-Pflicht bereits bei Beträgen von mehr als 1.000 €.
  • Die meldepflichtigen Daten müssen mind. 5 Jahre aufbewahrt werden.
  • Der Händler muss keinerlei Daten automatisch melden – es sei denn, es liegen Tatsachen vor, die auf Geldwäsche oder Terror-Finanzierung hinweisen.
  • Sofern von den zuständigen Behörden angeordnet, muss der Edelmetall-Händler einen Geldwäsche-Beauftragten bestimmen.

Doch nun kommen neue Bestimmungen hinzu, um den Edelmetall-Händlern und Ihnen als Käufer das Leben noch schwerer zu machen.

Neue Geldwäsche-Bestimmungen für Gold- und Silber-Anbieter

Edelmetall-Händler sollen von nun an bei Barzahlungen über 10.000 € ein sogenanntes Risiko-Management etablieren.

Bei diesen Handlungs-Alternativen geht es vordergründig um erforderliche Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismus-Finanzierung.

Die Edelmetall-Anbieter müssen diese Risiko-Analyse dokumentieren, regelmäßig überprüfen und ggf. aktualisieren.

Und der entsprechenden Aufsichts-Behörde müssen sie auf Verlangen die aktuelle Fassung zur Verfügung stellen.

Interne Sicherungs-Maßnahmen

Ferner müssen die Händler interne Sicherungs-Maßnahmen vornehmen. Dazu gehören u. a. die Ausarbeitung von

  • internen Grundsätzen,
  • Verfahren und Kontrollen,
  • Kunden-Sorgfalts-Pflichten

und die Erfüllung der Meldepflicht sowie die Aufzeichnung von Informationen und die Aufbewahrung von Dokumenten.

Diese Informationen müssen sicher und vertraulich an die anfragende Stelle übermittelt werden.

Dazu gehören eingeholte Informationen über Vertrags-Partner, also über Sie, bzw. über die für Sie auftretenden Personen und wirtschaftlich Berechtigten.

Auch Geschäftsbeziehungen und Transaktionen, insbesondere Transaktions-Belege, zählen dazu – soweit diese für die Untersuchung von Transaktionen erforderlich sein können.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.