Groko: Rente als zentraler Streitpunkt der Parteien

Nach dem Scheitern der Jamaika-Koalitionsverhandlungen, die ein Bündnis von CDU/CSU, FDP und den Grünen bedeutet hätte, steht eine Neuauflage der großen Koalition im Raum. SPD und Union sind sich in manchen Themen wie zum Beispiel der Inneren Sicherheit einig, es gibt jedoch auch Streitpunkte wie zum Beispiel die Rente.

Kommt es zur Groko, will die SPD eine Rentenreform

So will die SPD eine Rentenreform durchsetzen, die das Absinken des Rentenniveaus verhindern soll. Es liegt im Schnitt bei 48 % und soll nicht darunter fallen. Diese Zahl ist rein statistisch und verdeutlicht das Verhältnis von der Standardrente (45 Jahre Renteneinzahlung bei Durchschnittsverdienst) zum Entgelt eines Durchschnittsverdieners (Quelle: Deutsche Rentenversicherung).

Im Jahr 2017 zahlten Arbeitnehmer 18,7 % ihres Bruttoentgelts in die Rentenversicherung ein, 2018 wird der Beitrag auf 18,6 % gesenkt. Das Rentenniveau tatsächlich zu fixieren würde bis 2029 zusätzlich insgesamt 105 Mrd. € kosten. Diese Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln bezieht sich sogar nur auf eine Fixierung von 47,5 %, nicht die von der SPD gewünschten 48 %.

Weiterhin will die SPD die Höhe der Beiträge auf maximal 22 % festsetzen doch auch das wird teuer. Das Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos errechnete, dass die Fixierung des Rentenbeitrags bei 22 % und eine Festlegung des Rentenniveaus bei 48 % bis 2045 1,245 Bio. € Mehrkosten bedeuten wurde. Dies bedeutet pro Bürger durchschnittlich 15.200 €.

Die Union plant mit der Mütterrente


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In den Augen der Union ist diese Reform unbezahlbar, sie lehnen auch die Solidarrente ab, die die SPD einführen will. Diese sieht vor, dass Personen, die 35 Jahre lang Beiträge eingezahlt haben (eingerechnet sind auch Pflege- oder Kindererziehungszeiten) eine Rente erhalten sollen, die mindestens auf Höhe der Grundsicherung (787 € monatlich) liegen soll. Wer mindestens 40 Jahre lang eingezahlt hat, der soll einen Zuschuss zur Rente erhalten, falls er trotz Einzahlungen die Grundsicherung nicht erreicht.

Die Union sieht bei der gesetzlichen Rente deutlich weniger Handlungsbedarf und die CSU will verstärkt auf die Mütterrente setzen und die von der SPD geplante Reform nicht mitgehen. Diese würde zu Lasten der Bürger umgesetzt und bedeute keine Erleichterung.

Die SPD hält dagegen. Aufgrund des demografischen Wandels würde der Beitragssatz ohne Reform schneller steigen, das Rentenniveau aber immer deutlicher absinken. 2030 – so prognostiziert die SPD – würde der Beitrag dann die gesetzliche Obergrenze von 22 % erreichen und das Rentenniveau wird nur noch bei 34,7 % liegen.

Mit privater Vorsorge vor dem Absinken des Rentenniveaus schützen

Worauf sich die Parteien beziehungsweise eine neue Regierung einigen werden, ist noch offen. Es zeigt sich aber deutlich, dass bei der Rente etwas getan werden muss und das Thema eines der Zentralen bei den Verhandlungen um eine große Koalition ist.

Um sich vor einem sinkenden Rentenniveau zu schützen, hilft private Vorsorge, die die gesetzliche Rente ergänzen und das Niveau anheben kann. Besonders gut geeignet sind Aktien, Wertpapiere und Indexfonds.


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18. Dezember 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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