Grundsteuer: So erhalten Sie einen Erlass bei Ertragsminderung

Immobilienbesitzer können sich die Grundsteuer zurückholen. Ab einem Ertragsminus von 20% gibt die Gemeinde einen Erlass der Grundsteuer. (Foto: PeJo / Shutterstock.com)

Es geht um 20%: Mindestens 20% weniger Ertrag muss der Immobilieneigentümer nachweisen, um einen Teil der Grundsteuer erlassen zu bekommen. Dabei darf die Ursache der Ertragsminderung nicht vom Immobilieneigentümer zu verantworten sein. Denn sonst gibt es überhaupt nichts zurück. Aber wenn, dann sind 80% der Ertragsminderung drin als Grundsteuer-Erlass. Holen Sie sich die Grundsteuer zurück, wenn Ihre Immobilie weniger abwirft, und Sie den Minderertrag nicht zu verantworten haben. Was Sie dabei zu beachten haben, erfahren Sie im Folgenden.

Grundsteuer: Die Steuer auf das Eigentum an Grundstücken

Die Grundsteuer ist eine Steuer auf das Eigentum an Grundstücken. Erhoben wird die Grundsteuer von den Städten und Gemeinden. Gesetzesgrundlage sind Artikel 106 des Grundgesetzes und das Grundsteuergesetz. Das Grundsteuergesetz bietet dem Immobilieneigentümer die Möglichkeit, sich einen Teil der bereits gezahlten Grundsteuer wieder auszahlen zu lassen. Die Rückzahlung kann der Immobilieneigentümer immer dann beantragen, wenn er eine wesentliche Ertragsminderung bei der Immobilie hinnehmen musste.

Mindestverlust und Grundsteuer-Rückzahlung

Natürlich will der Gesetzgeber verhindern, dass jede Ertragsminderung für den Immobilieneigentümer zum Erlass der Grundsteuer führt. Deshalb ist die Grundvoraussetzung für den Erlass: Der Immobilieneigentümer muss mindestens 20% weniger Rohertrag nachweisen.

Minderertrag: Immobilieneigentümer darf nicht schuld sein

Entscheidend außerdem: Der Immobilieneigentümer darf die Ertragsminderung nicht zu vertreten haben. Der Immobilieneigentümer darf also keine Schuld an den geringeren Einnahmen tragen. Dies ist grundsätzlich der Fall, wenn äußere Umstände auf die Einnahmen negativ eingewirkt haben – z.B. Hochwasser, Sturmschaden oder Erdbeben.

Die Höhe und Berechnung des Grundsteuererlasses

Eine vollkommene Aufhebung der gezahlten Grundsteuer wird der Immobilieneigentümer nicht erreichen können. Tatsächlich stehen dem Immobilieneigentümer nur 80% der relativen Ertragsminderung zu. Dabei muss der Immobilieneigentümer die Ertragsminderung bei einer normalen Vermietungsimmobilie anhand der Jahresrohmiete berechnen.

Unbebaute Grundstücke – Erlass der Grundsteuer nicht möglich

Für unbebaute Grundstücke ist ein Erlassantrag für die Grundsteuer nicht möglich. Nur wenn es sich um einen

Betrieb der Land- und Forstwirtschaft handelt, steht dem Immobilieneigentümer dieser Weg offen.


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Fazit: Antragsfrist beim Grundsteuererlass unbedingt beachten

Wenn der Immobilieneigentümer in den Genuss des Grundsteuererlasses kommen möchte, muss er bis Ende März des Folgejahres der Ertragsminderung einen Antrag stellen. Der Immobilieneigentümer sollte unbedingt den Stichtag 31. März beachten, denn eine Fristverlängerung beim Erlass der Grundsteuer ist grundsätzlich nicht möglich.

Den Antrag auf Erlass der Grundsteuer muss der Grundeigentümer in der Regel bei der Gemeinde einreichen. Ausnahmen gibt es schließlich aber auch: Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg oder Bremen. Dort kann auch das Finanzamt in Betracht kommen. Der Immobilieneigentümer sollte sich an die Behörde wenden, die den ursprünglichen Grundsteuerbescheid erlassen hat.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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