Hamburger Hafen und Logistik AG: Von Güterverkehr bis „Intermodal”

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Auch der Betreiber des Hamburger Hafens, die Hamburger Hafen und Logistik AG, ist eine Aktiengesellschaft; unerwartet vielleicht, aber wahr. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Für manch einen Anleger vielleicht überraschend, aber auch der Betreiber des berühmten Hamburger Hafens ist eine Aktiengesellschaft.

Wie das Unternehmen entstanden ist und wie es an die Börse kam, lesen Sie hier in unserem Übersichtsartikel.

Ein kurzer historischer Abriss

Die Ursprünge der Hamburger Hafen und Logistik AG reichen bis ins Jahr 1864 zurück. Die damalige Unternehmung mit dem Namen „Staatliche Kaiserverwaltung“ hatte den offiziellen Auftrag, sich um die Hafenorganisation zu kümmern, denn immerhin war Hamburg schon damals ein wichtiger Knotenpunkt für die deutsche Wirtschaft.

Auch die Instandhaltung der Kaianlagen und die Pflege der verwendeten Maschinen gehörten zu den Aufgaben des Betriebs. Später kamen auch der Ausbau der Speicherstadt und die Abwicklung der Zolleinfuhr hinzu.

Nach einer Umstrukturierung und -benennung im Jahr 1885 wurde die Firma durch Unterstützung der Norddeutschen Bank und der Stadt Hamburg in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Deren Hauptsitz befand sich – wie sollte es auch anders sein – mitten in der Speicherstadt in Hamburg, nämlich im historischen Hafenrathaus. Es sollte allerdings noch bis 2005 dauern, bis das Unternehmen den heute bekannten Namen ‚Hamburger Hafen und Logistik AG‘ annahm.

So verdient die Hamburger Hafen und Logistik AG ihr Geld

Die Geschäftstätigkeiten des Konzerns sind heute in mehrere Bereiche aufgeteilt. Der erste davon beinhaltet sämtliche Abwicklungen, die mit den riesigen Containern zu tun hat, in denen Waren und Güter aus der ganzen Welt über den Seeweg transportiert werden.

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Wenig überraschend handelt es sich dabei um das ertragreichste Geschäftsfeld der AG. Der zweite Bereich ist die Logistik als solche. Dazu gehört unter anderem auch die Verwaltung und Organisation der Lagerhallen.

“Intermodal” bezeichnet das dritte große Geschäftsfeld und das hat ausnahmsweise nicht direkt etwas mit Schiffen zu tun. Ganz im Gegenteil: In diesem Segment geht es um den Weitertransport der Container ins Inland via Schienenverkehr oder Lastwagen.

Der letzte Bereich sind Immobilien. Auch hier besitzt die Hamburger Hafen und Logistik AG einige Investments und Objekte, die sich sowohl direkt in der historischen Speicherstadt als auch im Stadtteil Hamburg-Altona befinden.

Die Aktie der Hamburger Hafen und Logistik AG

Wie bereits erwähnt, betrat das Vorläufer-Unternehmen das Börsenparkett schon vor über 100 Jahren. Seit 1927 war die Stadt Hamburg für eine lange Zeit Alleinaktionär.

Durch eine Teilprivatisierung im Jahre 2007 wurde die moderne Firma in die Bereiche Immobilien und Hafenlogistik aufgespalten, wobei der letztgenannte Teilkonzern im November 2007 an die Börse ging.

Dies war zunächst – besonders aus den Reihen der Belegschaft – auf einigen Widerstand gestoßen und auch die deutsche Politik wollte eine eventuelle Übernahme durch ausländische Unternehmen verhindern.

Letztlich einigte man sich auf den Verkauf von 30% aller Aktienanteile, welche die Stadt bislang gehalten hatte. Die Aktien der Hamburger Hafen und Logistik AG werden an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie der Hamburger Börse gehandelt.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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