Hoffen auf Touristen: Südkorea investiert 12,4 Mrd. US-$ in Olympia

Wie Südkorea mit den Olympischen Winterspielen Gewinne erzielen will, ist nicht ganz schlüssig. Die Kosten sind weitaus höher als geplant. (Foto: ESB Professional / shutterstock)

Wer Olympische Spiele ausrichtet, betreibt zugleich eine Art Leistungsshow. So auch bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Das Land zählt zu den vier asiatischen Tigerstaaten und ist die Nummer elf unter den größten Volkswirtschaften. Die Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt übertreffen deutlich die der USA und EU. Konzerne wie Hyundai, LG oder Samsung sind weltbekannt.

Rechnen sich Olympische Winterspiele für Südkorea?

Profitieren dürfte Südkorea von den Olympischen Winterspielen vor allem, um nicht nur als bedrohter Nachbar von Nordkoreas Raketenambitionen zu wahrgenommen zu werden und Sympathiepunkte zu sammeln. Ob sich das Ganze aber ökonomisch rechnet, steht auf einem anderen Blatt.

Rund 3.000 Sportler aus 94 Ländern benötigen geeignete Sportstätten und Unterkünfte. Hinzu kommen Betreuungsteams, Medienvertreter, Techniker, Logistiker und Dienstleister aller Art. Auch muss für Hotels, Transport, und Sicherheit von allen Beteiligten sowie Zuschauern gesorgt sein.

Allein der Bereich Sicherheit wird immer aufwändiger. Bei den letzten Winterspielen in Sotschi verschlang er rund 1 Mrd. US-$. Insgesamt hatten damals nur die rein sportbezogenen Kosten den Rekordwert von über 22 Mrd. US-$ erreicht. Südkorea gibt für die Olympischen Winterspiele zwar nur gut halb so viel aus, doch auch hier wurde es teurer als geplant.

Aus den ursprünglich veranschlagten 8 Mrd. US-$ wurden letztlich 12,4 Mrd. US-$. Zum Vergleich: Die Sommerspiele in London hatten eine Milliarde mehr gekostet und galten schon als Rekord – wobei die Sommerveranstaltungen wesentlich größer und traditionell teurer sind. Letztlich zählt, was am Ende unterm Strich herauskommt.


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Nachnutzung angeblich gesichert

Immerhin gab es in der Vergangenheit neben zahlreichen Pleiten Veranstalter, die Gewinne einfuhren. So verdiente das nationale Organisationskomitee in London rund 90 Mio. US-$ und Peking schaffte sogar 130 Mio. US-$. Die meisten Verlustgeschäfte erklären sich mit der fehlenden Nutzung der Sportstätten nach den Spielen.

Hier hat Südkorea zumindest die Erreichbarkeit erleichtert. Eine eigens gebaute Trasse für Hochgeschwindigkeitszüge führt nun direkt von der Küste ins Skigebiet. Die Olympischen Spiele sollen als Zünder dienen, um die Begeisterung für den Wintersport in der Bevölkerung zu wecken. In Bezug auf die Nachnutzung der Neubauten gibt sich das nationale Olympische Komitee zuversichtlich. Angeblich haben zehn von zwölf Sportstätten einen Besitzer gefunden.

Ob die Rechnung aufgeht, wird die Zukunft zeigen. Bislang zumindest hapert es schon beim wichtigen Posten der Eintrittskarten gewaltig. Nicht einmal 75 % aller Tickets fanden einen Abnehmer. Bleibt die Hoffnung, dass Südkorea auch von Nichtasiaten als lohnendes Touristenziel erkannt wird. Dies schon vor dem Hintergrund, dass China seinen Bürgern Reisen dorthin vor geraumer Zeit erschwert hat. Die zahlungskräftigen Chinesen fehlen in Südkoreas Bilanz.

Südkoreas Konzerne geben Gas

Die heimischen Konzerne jedenfalls können sich sehen lassen. Hyundai etwa setzt mit seinen Autos, die hierzulande lange als Billigmarke wahrgenommen wurden, Standards: Der neue Wasserstoff getriebene Nexos schafft mit 163 PS Reichweiten von 800 Kilometern. Damit übertrifft der Zukunftsantrieb vergleichbare Leistungen von Elektro-Vorreitern wie Audi, Tesla und andere. Die Nachricht gab der Aktie nach drei Verlustjahren wieder neuen Auftrieb.

Das Papier des Elektronikkonzerns LG erfreute auf Jahressicht mit über 32 % Plus. Der im letzten Sommer ausgewiesene Gewinn war so hoch wie seit fast Jahren nicht. Samsung konnte die vergangenen zwölf Monate mit 14,88 % zwar nicht ganz so stark zulegen. Doch Anleger können sich über neue Rekordgewinne und höhere Dividenden freuen. LG und Samsung halten beide das Patent für die hochleistungsfähigen OLED-Displays, die auch bei Apple eingesetzt werden.


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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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