Incyte-Aktie – der neue Star in der Krebsforschung

Jedes Jahr erkranken 14,1 Millionen Menschen weltweit an Krebs. Die Sterblichkeitsrate ist mit etwa 50 % weiterhin hoch. Allein in den USA erliegen tagtäglich etwa 1.600 Menschen dieser tödlichen Krankheit, gleichzeitig werden pro Tag über 4.600 neue Krebsfälle in den USA diagnostiziert (Quelle: Incyte).

Nicht nur Pharmakonzerne, sondern auch Biotechfirmen kämpfen weltweit mit Hochdruck gegen die tückische Krankheit. Als neuer Star in der Krebsforschung gilt das amerikanische Biotech-Unternehmen Incyte.

JAK-Inhibitoren verhelfen Incyte zum Durchbruch

Mit dem Januskinase-Hemmer Jakafi (Wirkstoff Ruxolitinib), der seit 2012 zugelassen ist, gelang Incyte bereits ein erster Durchbruch. Der JAK-Inhibitor von Incyte hemmt bestimmte Enzym-Signalwege und Wachstumsfaktoren, die für die Blutbildung und Immunfunktion wichtig sind.

Mit Jakafi lassen sich bestimmte blutbildende Krebskrankheiten wie die Myelofibrose (Erkrankung des Knochenmarks), Myeloproliferativen Neoplasien und vor allem die Polycythaemia vera (Knochenmark-Erkrankung, bei der sich die roten Blutkörperchen unkontrolliert vermehren) behandeln.

Daneben ist Incyte inzwischen auch mit dem JAK-Inhibitor Baricitinib in Europa am Start, dem ersten Januskinase-Hemmer gegen rheumatoide Arthritis. Auch Baricitinib besitzt nach Analystenmeinung Blockbuster-Potenzial (1 Mrd. US-$ Umsatz), wenn Incyte auch die Zulassung für dieses Medikament in den USA erhalten sollte.

Jakafi nahezu konkurrenzlos, Umsatz soll Milliardengrenze überschreiten

Star im Incyte-Produktportfolio ist aber das Blutkrebsmittel Jakafi, dessen Umsatz in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen ist. In diesem Jahr dürfte der Jakafi-Nettoumsatz erstmals die Umsatzmarke von 1 Mrd. US-$ übersteigen. Langfristig sieht Incyte für seinen JAK-Inhibitor ein Umsatzpotenzial von über 2,0 Mrd. US-$ im Jahr. Das Besondere: Jakafi ist nahezu konkurrenzlos.

Die Überlegenheit von Incyte auf diesem Gebiet der Krebsforschung hat sich auch für Anleger bezahlt gemacht. Seit der Marktzulassung von Jakafi in 2012 hat die Incyte-Aktie um rund 500 % zugelegt.

Incyte will Vormachtsstellung weiter ausbauen

Doch damit nicht genug. Die Einnahmen aus dem Verkauf seines Krebsmedikaments Jakafi will Incyte dafür nutzen, um seine Pipeline in der Krebsforschung weiter auszubauen.

Im Mittelpunkt steht dabei eine neue Klasse an Immuntherapeutika, sogenannte IDO-Hemmer. Dabei nimmt Incyte mit seinem IDO-Inhibitor Epacadostat, der sich bereits in der klinischen Testphase befindet, eine Vorreiterrolle ein.

Der Wirkstoff hemmt das Enzym Indolamin-2,3-Dioxygenase (IDO) und blockiert somit die Interaktion zwischen Immunsystem und Krebszellen und hilft so, vereinfacht gesagt, die Funktion von Immunzellen in der Umgebung von Krebszellen zu verbessern.

Das Besondere an Epacadostat: Der Wirkstoff hat bislang keine schweren Nebenwirkungen gezeigt und lässt sich auch mit anderen Immuntherapien kombinieren, wodurch auch andere Krebsarten bekämpft werden können.

Aus diesem Grunde haben auch die beiden Pharma-Giganten Bristol-Myers Squibb und Merck & Co erste klinische Tests mit Epacadostat mit ihren Krebsmedikamenten (Keytruda und Opdivo) angestoßen, um Krebserkrankungen Einhalt zu gebieten.

Fazit: Incyte gilt als Vorreiter in der Krebsforschung

Analysten aus dem Hause Cowen halten Epacadostat für eines der vielversprechendsten Pipelines in der Biotech-Industrie. Beim US-Brokerhaus Goldman Sachs traut man Epacadostat Milliardenumsätze zu, wenn es der Wirkstoff aus der Klinik an den Markt schafft. Aufgrund dieses Potenzials gilt Incyte auch als möglicher Übernahmekandidat.

Während der JAK-Inhibitor Jakafi noch über Jahre hinaus für Wachstum bei Incyte sorgen dürfte, positioniert sich der Biotech-Spezialist mit Epacadostat bereits für die nächste Wachstumsphase, wovon auch Anleger profitieren können.

Denn eines steht heute schon fest: Der Kampf gegen Krebs wird Menschen und Unternehmen noch auf unbestimmte Zeit beschäftigen. Der Branchenumsatz mit Krebsmedikamenten hat im Vorjahr bereits die Marke von 100 Mrd. US-$ überschritten und wird auch in den nächsten Jahren zweistellig wachsen.

Mit anderen Worten: Mit einem Investment in die Incyte-Aktie setzen Anleger nicht nur auf einen Vorreiter in der Krebsforschung, sondern auch auf ein wachstumsstarkes Biotech-Unternehmen, das unmittelbar vor dem Sprung in die Gewinnzone steht.


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31. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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