Inflation und Schulden: Was tun bei Immobilien?

Angenommen, Sie nehmen 100.000 Euro auf und könnten diese schnell oder langsam abzahlen. Wenn das Geld in 3 Jahren nach heutigen Preisen nur noch 90.000 Euro wert wäre, zahlen Sie erst dann abю So das Kalkül von Beratern. Das ist falsch. Inflation und Schulden laufen anders.

Geldentwertung scheinbar „Schuldengewinn“

Wie auch immer Sie es zahlen wollten, für das Geld brauchen Sie in der Regel eine Einkommensquelle. Mieten, Arbeitseinkommen, Selbstständigeneinkommen. Nur: auch dieses Geld wird weniger wert. Der relative Wert von Einkommen/Schulden muss sich in den 3 Jahren nicht unbedingt verbessern.

Nur: viele Unbekannte dabei – das Risiko ist zu hoch

Wer anders rechnet, kalkuliert daher mit steigenden Einkommen gegenüber fallendem Geld- und Schuldenwert. Dann aber müssen sich Investoren ihrer Sache schon sicher sein. Oder gleich steigende Immobilienpreise mit einkalkulieren. Das ist mittelfristig richtig, aber: Die kurzfristige Entwicklung ist dann nicht einzuschätzen.

Ist Geld erst einmal wertloser, kann kurzfristig die Kauf“lust“ für Immobilien sinken. Und damit auch die Preise – erneut eine Spekulation.

Kreditverträge sind nicht für die Ewigkeit

Zudem das wichtigste Gegenargument: kein Kreditvertrag läuft ewig. Es kommt der Tag der Anschlußfinanzierung. Und die kann sehr teuer werden, wenn die Schulden noch zu hoch sind.

Unser Tipp: Zahlen Sie wie gewohnt Kredite so schnell ab als möglich. Ganz einfach.

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12. Februar 2010

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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