Interner Zinsfuß – Rentabilität von Geldanlagen: Beispiele

Mit der Methode „Interner Zinsfuß“ kann zum Beispiel ein Anleger die effektive Jahresrendite verschiedener Investitionsmöglichkeiten ermitteln. (Foto: sdecoret / Shutterstock.com)

Welche Investition wäre besser? Gerade wenn die Einnahmen und Ausgaben unterschiedlich verlaufen, hilft nur die Rechenmethode „Interner Zinsfuß“.

Beispiel für den Einsatz des internen Zinsfußes sind nicht nur mögliche Investitionen oder Finanzierungen von Unternehmen. Der interne Zinsfuß ist auch für Privatanleger interessant.

Mit der Renditeberechnung nach der Methode „Interner Zinsfuß“ lässt sich vorab die effektive Jahresrendite einer möglichen Investition ermitteln.

Der interne Zinssatz – Interner Zinsfuß – gibt die Verzinsung des jeweils im Schnitt über die Laufzeit der Geldanlage gebundenen Kapitals an. Das heißt verkürzt nicht anderes, als dass er die durchschnittliche Jahresrendite zeigt.

Dadurch, dass die Zinsen nach dem gebundenen Kapital berechnet werden, ergibt sich in der Regel ein realistischerer Zinssatz als bei einfachen Zinsberechnungen.

Der interne Zinssatz eignet sich gerade bei der Berechnung von Anlagen, bei denen sich die Höhe des Kapitals häufiger ändert. Basis der Berechnung ist der jeweilige Kapitalwert.

Mehr zum Thema: Interner Zinsfuß – so lässt er sich berechnen

Interner Zinsfuß – Beispiel Geldanlagen mit nicht konstanten Beträgen

Ein Beispiel zum Abgleich: Das gebundene Kapital bleibt gleich hoch, wenn es sich um eine Geldanlage handelt, bei der der Anleger jährliche Zinserträge erhält, die genauso hoch sind wie die tatsächlichen Zinserträge. Anders jedoch, wenn die Ausschüttung erst zum Ende der Laufzeit erfolgt. Dann nämlich erhöht sich das gebundene Kapital jeweils um den entsprechenden Zinsbetrag.

Bei erhöhtem Kapital weist die Renditerechnung einen geringeren Wert aus. Werden aber jährlich höhere Zinserträge ausgeschüttet als tatsächlich angefallen, verringert sich das gebundene Kapital. Entsprechend der Berechnung mit dem internen Zinsfuß zeigt sich dann bei den einzelnen Jahren eine höhere Rendite.

Was den Durchschnitt über mehrere Jahre betrifft, kann die Methode „Interner Zinsfuß“ die effektive Rendite besser darstellen als andere Renditeberechnungen. Allerdings unter der Voraussetzung eben, dass die Höhe des gebundenen Kapitals wechselt. Zum Beispiel, weil Ausschüttungen zu verschiedenen Zeiten anfallen. Dies wird beim internen Zinsfuß berücksichtigt.

Mehr zum Thema: Interner Zinsfuß und Kapitalwertmethode – welche Investition ist besser?

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Interner Zinsfuß – Beispiel Sparplan

Ein Beispiel herfür wären Sparpläne. Hier steigt das Kapital mit jeder Einzahlung. Wenn zudem die Zinsen in jedem Jahr steigen, ist eine Vergleichbarkeit unterschiedlicher Sparverträge mit verschiedenen Variablen nur mit dem internen Zinsfuß möglich, der die Effektivverzinsung zeigt.

Die Methode „Interner Zinsfuß“ geht davon aus, dass vorzeitig zurückgeflossenes Geld zum internen Zinsuß wieder angelegt wird. Die Ausgaben sind zum internen Zinsfuß zu finanzieren. Ebenso wie bei der Kapitalwertmethode wird also auch hier die Gleichheit von Soll- und Habenzins unterstellt.

Interner Zinsfuß – Beispiel Finanzierung

Die Methode „Interner Zinsfuß“ eigenet sich auch gut für Finanzierungen. Der interne Zinsfuß einer Finanzierung zeigt deren Effektivverzinsung und wird mit den Kosten einer anderen Finanzierung oder mit der Rendite einer kreditfinanzierten Investition verglichen.

Eine Finanzierung ist dann vorteilhaft, wenn ihr interner Zinssatz geringer als die erwartete Rendite der kreditfinanzierten Investition. Oder, wenn sie geringer ist als der interne Zinssatz einer alternativen Finanzierung.


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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.