Investment Trends 2013: Wachstumsmärkte

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Die Hinwendung zu Wachstumsmärkten gehört für europäische Unternehmen zu den wichtigen Investment Trends - auch in 2013. (Foto: Nerthuz / shutterstock.com)

Das Wachstumspotenzial der aufstrebenden Wirtschaftsnationen ist weit höher als in den entwickelten uns ausgereiften Märkten Europas oder der USA.

Zudem werden Schwellenländer künftig immer unabhängiger von den großen Industrienationen. Der Handel untereinander wird stärker und sie trumpfen mit geringer Verschuldung sowie relativ hohen Devisenreserven auf.

BRIC-Staaten mehr und mehr aus dem Fokus

Hierbei geraten die prominentesten Schwellenländer, die sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) sogar mehr und mehr aus dem Fokus.

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Während vor einigen Jahren noch die Mutigen in China ihr Investment tätigten, verschieben sich die Trends mittlerweile hin zu den “Grenzländern” – China ist inzwischen sogar eher etwas für die konservativen Anleger.

Das nachlassende Wachstum der Weltwirtschaft wirkte sich zwar auch auf die BRIC-Staaten aus, ernsthafte Konsequenzen müssen sie jedoch – wie auch andere Schwellenländer – wohl nicht fürchten.

Denn: Die internationalen Notenbanken überschwemmen die Märkte weiterhin mit Geld und halten so die Liquidität der Schwellenmärkte auf einem hohen Niveau.

Daher ist allgemein mit Zuflüssen in die Aktienmärkte zu rechnen, die sich auch auf die Schwellen- und Grenzmärkte auswirken wird. Besonders letztere gehören zu den interessanten Investment Trends 2013.

Grenzmärkte mit großen Wachstumspotenzialen

Die sogenannten Grenzmärkte hinken der Entwicklung der Schwellenländer hinterher, zeichnen sich jedoch durch ein schnelles Wachstum aus.

Diese Märkte finden sich in vielen Staaten in Lateinamerika, Osteuropa, Afrika und Asien.

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Volkswirtschaften wie Nigeria, Südafrika, Vietnam oder Bangladesch bieten preiswerte Arbeitskräfte und teilweise reiche Rohstoffvorkommen. So können sie ein rasches Wirtschaftswachstum erzeugen.

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Die Tatsache, dass die gesamte Marktkapitalisierung der Grenzmärkte innerhalb von 10 Jahren von 231 Milliarden US-$ auf 1.147 Milliarden US-$ anwuchs, belegt dies.

Einige dieser Grenzmärkte könnten also die Schwellenländer von morgen sein.

Investment Trends 2013: Überblick über interessanten Märkte

Die Ausrichtung auf globale Wachstumsmärkte ist längst keine Alternative mehr, sondern oft entscheidend für den mittel- bis langfristigen Erfolg eines Unternehmens.

Polen ist gerade für deutsche Anleger interessant und die unmittelbare Nachbarschaft macht das Land als Beschaffungsmarkt umso interessanter – obwohl die Lohnkosten in der Vergangenheit durch die politische Einbindung in die EU gestiegen sind. Auch als Importmarkt ist der Nachbar interessant.

Im Hinblick auf Direktinvestitionen ist auch Mexiko top – 328 Milliarden US-$ waren es in 2011 – und die hohe Bevölkerungszahl macht das Land zu einem interessanten Absatzmarkt. 112 Millionen Einwohner freuen sich auf fremdländische Güter.

Nigeria wird als Beschaffungsmarkt immer bedeutender. Möglich machen das die Arbeitskosten von durchschnittlich 2,60 US-$ sowie ein Rohstoffvolumen im Wert von 92 Milliarden US-$.

Trotz der bisweilen schwierigen Sicherheitslage ist Ghana ebenfalls ein interessanter Wachstumsmarkt. Allein 2011 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 13,5% und auch die Arbeitskosten sind gering.

Auf dem afrikanischen Kontinent bieten zahlreiche Länder große Wachstumspotenziale – bei gegebener politischer Sicherheit sin diese in jedem Fall mehrere Blicke wert.


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Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.