Investmentfonds: Vor- und Nachteile?

Investmentfonds bzw. Mutual Funds sind in aller Munde. Zeit, sich einen Überblick über Pro und Contra zu verschaffen. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Investmentfonds stellen eine der beliebtesten Investitionslösungen dar.

Dabei bieten sie mehrere Vorteilefür Investoren:

(+) Hilfe beim Portfolio-Management

Als Bestandteil der Aufwandsquote bezahlen Sie eine sogenannte Leitungs- bzw. Managementgebühr. Diese wird genutzt, um einen professionellen Portfolio Manager zu engagieren, der den An- und Verkauf von Aktien, Rentenpapieren etc. leitet.

So erhalten Sie zu einem relativ geringen Preis Hilfe bei der Verwaltung Ihres Portfolios.

(+) Reinvestition der Dividende

Da die Dividende und andere Zinserträge für den Fonds genutzt werden, können damit neue Anteile am Investmentfonds erworben werden.

Dies hilft Ihnen beim Wachstum Ihres Investments.

(+) Weniger Risiko, mehr Sicherheit

Die meisten Investmentfonds investieren beliebig innerhalb der 50 bis 200 verschiedenen Wertpapiere. Außerdem besitzen verschiedene Aktienindexfonds 1.000 oder mehr individuelle Aktienpositionen.

Dadurch wird eine breite Streuung erreicht, die für mehr Sicherheit in Ihrem Portfolio sorgt.

(+) Komfort und faire Preise

Investmentfonds sind weit verbreitet und dementsprechend einfach zu erwerben. Typischerweise schreiben sie eine geringe Mindesteinlage vor (bestenfalls nur ca. 50 Euro).

Des Weiteren werden sie lediglich einmal täglich gehandelt, zum Nettoinventarwert (engl. „net asset value“ oder auch NAV).

Dadurch entstehen keine stündlichen Preisschwankungen und Anleger können keine Arbitragestrategien anwenden.

Dividenden-Champion L’OréalLernen Sie heute mit dem französischen Kosmetik-Riesen L’Oréal einen weiteren internationalen Dividenden-Champion kennen. › mehr lesen

Dennoch, trotz aller eben genannten Vorteile, bestehen bei Investmentfonds ebenso entscheidende Nachteile:

(–) Hohe Aufwandsquote und Verkaufsgebühren

Gerade in Bezug auf Aufwandsquoten und Verkaufsgebühren verschätzen sich Anleger gern.Vorsicht ist bei Investmentfonds mit Aufwandsquoten über 1,20 % geboten. Diese sind schon am Ende der preislichen Fahnenstange angesiedelt.

Generell sollten Sie Verkaufsgebühren (in Form von jährlichen Marketing- oder Vertriebskosten) möglichst vermeiden – denn sie wirken sich negativ auf Ihren Gesamtprofit aus.

Es gibt verschiedene gute Unternehmen, die Investmentfonds ohne entsprechende Gebühren anbieten.

(–) Korrupte Portfolio Manager

Provisionsschneiderei, Personalwechsel oder Schönfärberei – all dies kann passieren, wenn Ihr Manager seine Position zu seinem Vorteil ausnutzt.

Er kann beispielsweise unnötig handeln, übermäßig Aktien austauschen oder schwächere Wertpapiere vor dem Quartalsende verkaufen, um vorherige Fehlentscheidungen zu kompensieren.

(–) Steuer auf den Kapitalgewinn

Anleger haben keine Wahl, sie müssen die sogenannte Kapitalgewinnsteuer (engl. „capital gains tax“, oder kurz: CGT) entrichten. Dies gilt für jede Kapitalgewinnausschüttung, die auf der Einkommenssteuer angegeben wird.

(–) Schwache Durchführungsstrategie

Handeln Sie Ihren Investmentfonds, bevor der NAV (Nettoinventarwert) des Tages festgelegt ist, so verkaufen sie doch zum später festgelegten Preis.

Dabei kommen Investoren, die den Handel schneller abwickeln wollen, nicht auf ihre Kosten, denn diese Vorgehensweise stellt lediglich eine schwache bzw. langsame Durchführungsstrategie dar.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt