Jeder zweite Deutsche könnte Wohneigentum besitzen

Das sagt zumindest das Berliner Marktforschungsinstitut empirica in seiner neuesten Studie im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS).

Demnach wären in 15 der 16 Bundesländer Eigentumsquoten von 50% und mehr darstellbar.

Berücksichtigt wurden die Einkommenssituation laut statistischem Bundesamt, aktuelle Preise auf dem Gebrauchtimmobilienmarkt sowie aktuelle Finanzierungskonditionen.

Laut empirica ist der Erwerb sinnvoll, wenn der Finanzierungsaufwand kleiner 35% des Haushaltseinkommens ist und dieser mit maximal 7% kalkuliert wird. Das Eigenkapital wurde mit einem Netto-Jahreseinkommen angesetzt und liegt damit unterhalb der klassischen  Quote von 20 Prozent.

Nicht berücksichtigt wurden Erwerbsnebenkosten und – was viel wesentlicher gerade bei Bestandsimmobilien ist – die Kosten für laufende Renovierungen und Instandhaltungen.

Ebenfalls unberücksichtigt bleibt, dass Sie die eigenen vier Wände nach Steuern bezahlen müssen, die Investment Immobilie dagegen aus Ihrem Einkommen vor Steuern, weil Sie alle Aufwendungen geltend machen können.

Mein Tipp: Wenn Sie sich die eigenen vier Wände leisten können sind Sie regelmäßig auch in der Lage, ein adäquates Objekt zu mieten und zusätzlich eine Mieterfinanzierte, steuerlich gestaltbare Eigentumswohnung zu erwerben.

8. Februar 2012

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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