Kapitallebensversicherung: Traditionelles Produkt mit Renditenachteil

Die Kapitallebensversicherung ist eine der in Deutschland am weitesten verbreiteten Formen des Vorsorgesparens. Lohnt sich die Investition? (Foto: thonodal88 / Shutterstock.com)

Die Kapitallebensversicherung ist eine der in Deutschland am weitesten verbreiteten Formen des Vorsorgesparens. Sie eignet sich für Sie sowohl als Arbeitnehmer wie auch als Freiberufler oder Unternehmer.

Auch wenn sie Ihnen in der Vergangenheit mit einer Rendite von 6 bis 7% pro Jahr nicht die besten Wertzuwächse Ihres Geldes bescherte, besteht ihr nach wie vor vorhandener Reiz für viele Anleger doch darin, eine Kapitalanlage mit einer Hinterbliebenenversicherung zu verbinden.

Auf diese Weise können Sie Ihre Familie absichern, wenn Sie vor Ablauf der Versicherung versterben sollten. Im Erlebensfall fließen Ihnen dagegen die von Ihnen angesparten und mit einer Garantieverzinsung von zur Zeit 3,25% versehenen Beiträge zuzüglich einer eventuellen Überschussbeteiligung zu.

Kapitallebensversicherung: Auszahlung kann steuerfrei erfolgen

Bei Verträgen, auf die Sie mindestens 5 Jahre lang eingezahlt und die eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren haben, können Sie die Auszahlung steuerfrei vereinnahmen. Somit ist die Kapitallebensversicherung gewissermaßen eine Mischform aus Sparplan, Versicherung und Steuersparmodell. Von den von Ihnen monatlich oder jährlich eingezahlten Beträgen fließen etwa 10 bis 15% in den Todesfallschutz.

Der Rest wird – nach Abzug eines von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich hohen Kostenanteils – gewinnbringend angelegt. Der überwiegende Teil geht in Zinspapiere und Anleihen, nur etwa 10 bis 20% legen deutsche Versicherungen in Aktien oder Aktienfonds an.

Wenn Sie vor Ablauf des Vertrags zu Tode kommen sollten, erhalten Ihre Angehörigen eine fest vereinbarte Summe ausgezahlt. Im Erlebensfall bekommen Sie Ihre eingezahlten Sparbeträge einschließlich der Garantieverzinsung von 3,25% zurück.

War die Versicherung in der Lage, aus Ihrem Geld mehr zu erwirtschaften, werden Sie an diesen Gewinnen und eventuell an den von der Versicherung zur Glättung ihrer Leistungen aufgelösten Rücklagen beteiligt.


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Auf diese Weise kamen Sie in der Vergangenheit bei guten Versicherungen auf eine Gesamtrendite von 6 bis 7% pro Jahr, die Sie aber immer nur als prognostischen, nicht als gesicherten Wert ansehen dürfen.

Gesamtrenditen werden fallen

Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren am Kapitalmarkt massiv gefallenen Zinsen sollten Sie jetzt sogar davon ausgehen, dass sich die Gesamtrenditen der Versicherungen in nächster Zeit deutlich zurückbilden werden.

Schon in den letzten Jahren haben viele Versicherer ihre Reserven angegriffen, um 6 bis 7% Rendite überhaupt gewährleisten zu können. Bei Kapitalmarktzinsen zwischen 4 und 5% sind diese Sätze auf die Dauer nicht mehr zu halten.

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Obwohl Sie sich die Ablaufleistung Ihrer Versicherung auch als Rente auszahlen lassen können, ziehen die meisten Sparer die Auszahlung auf einen Schlag vor. Ob Sie zu diesem Zeitpunkt dann bereits im Rentenalter sein werden oder nicht, ist völlig unerheblich.

Die zuletzt genannten Eigenheiten führen daher auch dazu, dass klassische Kapitallebensversicherungen im Rahmen der ab 2002 eingeführten privaten Zusatzrente („RiesterRente“) nicht förderungsfähig sein werden. Bei diesen ist eine Auszahlung auf einen Schlag und vor Ihrem 60. Geburtstag nicht möglich.

Während Sie bei der Kapitallebensversicherung Ihre Beiträge darüber hinaus aus versteuertem Einkommen zahlen, aber nach Ablauf von 12 Jahren Mindestlaufzeit steuerfrei erhalten, ist dies bei der RiesterRente genau umgekehrt. Denn hierbei gilt die so genannte nachgelagerte Besteuerung, so dass Ihre Rente in voller Höhe mit Ihrem persönlichen Steuersatz belastet wird.

Nachteilig ist eine Kapitallebensversicherung, wenn Sie vorzeitig vom Vertrag zurücktreten. Dann erhalten Sie bestenfalls den so genannten Rückkaufswert, der – besonders in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss – weit unterhalb der Beträge liegt, die Sie bis dahin angespart haben.

Plus und Minus auf einen Blick

+ garantierte Mindestverzinsung Ihres Kapitals, Gewinnbeteiligung, Hinterbliebenenschutz, steuerfreie Auszahlung nach 12 Jahren Mindestlaufzeit

– keine RiesterFörderung, hohe Verwaltungskosten, auch wegen Versicherungsschutz relativ geringe Renditen, Tendenz: weiter fallend, Nachteile bei vorzeitiger Kündigung Alternative: Kombination aus einer reinen kostengünstigen Todesfallversicherung und einem renditestarken Fondssparplan.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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