Kinderbetreuungskosten: Erste Klagen vor Finanzgerichten

Seit 2006 können Kinderbetreuungskosten als Werbungskosten steuermindernd abgezogen werden. Allerdings nicht in voller Höhe. (Foto: RomanR / shutterstock.com)

Gegen die nur teilweise Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten laufen erste Klagen. Berufstätige Eltern können die Kinderbetreuungskosten seit 2006 als Werbungskosten steuermindernd abziehen. Allerdings geht das nicht in voller Höhe. Der Steuerabzug ist beschränkt auf zwei Drittel der Aufwendungen. Maximal können 4.000 € pro Kind geltend gemacht werden.

Kinderbetreuungskosten trotzdem voll ansetzen

Machen Sie Kinderbetreuungskosten trotzdem in voller Höhe in der Steuererklärung geltend. Denn gegen die Beschränkung beim Steuerabzug sind mehrere Klagen anhängig. Betroffene können sich darauf berufen: FG Sachsen, Az. 1 K 1240/07, FG Niedersachsen, Az. 10 K 200/07, sowie: FG Hessen, Az. 8 K 2151/07.

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Kinderbetreuungskosten: Warten auf den Bundesfinanzhof

Sie können bei Einsprüchen beantragen, das Verfahren aus Zweckmäßigkeitsgründen ruhen zu lassen. Ein Anspruch darauf besteht aber erst, wenn sich der Bundesfinanzhof mit dieser Frage beschäftigt.

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Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".