Kontra-Indikator: Bundesregierung rechnet mit weiterem Aufschwung

Wenn man derzeit die Stimmen maßgeblicher Politiker hört, könnte man annehmen, alles sei in bester Ordnung: Der Aufschwung in Deutschland […] (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Wenn man derzeit die Stimmen maßgeblicher Politiker hört, könnte man annehmen, alles sei in bester Ordnung:

Der Aufschwung in Deutschland werde einfach weitergehen. Mögliche Krisenherde spielten keine große Rolle.

Man könnte fast sagen: Derzeit überschlagen sich die optimistischen Meldungen in den Medien wieder einmal.

Auch die Bundesregierung gibt sich einmal wieder optimistisch

Dazu gesellt sich jetzt auch die deutsche Bundesregierung.

Die geht in ihrem neuen Jahreswirtschafts-Bericht davon aus, dass sich dieses Jahr der angebliche Aufschwung fortsetze und dabei sogar kein Ende des Aufwärtstrends absehbar sei.

Auch die Zahl der Erwerbstätigen werde sich nach Meinung der Bundesregierung in diesem Jahr nochmals um 320.000 Personen auf einen neuen Rekordstand von 43,5 Mio. Erwerbstätigen erhöhen.

Die Arbeitslosen-Quote liege ebenfalls auf dem niedrigsten Niveau seit 25 Jahren und sollte sich nach Erwartung der Bundesregierung in diesem Jahr bei 6% stabilisieren.

Optimistische Prognosen sind für mich ein klares Warnsignal

Doch für mich sind solche mehr als optimistischen Erwartungen kein Grund zur Freude, sondern ein deutliches Warnsignal und erinnern mich an die Finanzkrise 2008:

Damals wurde von der Bundesregierung ebenfalls von einem angeblichen „Aufschwung“ gesprochen, der noch 2008 bei den Bürgern ankommen solle.

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Doch was kam, war nicht der Aufschwung, sondern mit der Lehman-Bank-Pleite im Herbst der größte Crash seit der Weltwirtschaftskrise, der beinahe zu einem Finanzsystem-Kollaps geführt hätte.

Die Risiken sind seit damals jedoch nicht kleiner, sondern – im Gegenteil – viel größer geworden:

Nicht nur die weltweite Verschuldung der Staaten ist um fast 50% angestiegen, auch die Spekulations-Blasen sind heute im Vergleich zum Jahr 2008 enorm viel größer.

Heute haben wir es nicht nur mit einer Immobilienblase in den USA, sondern dazu noch mit einer Aktienblase, ungelösten Problemen beim Euro und massiven geopolitischen Spannungen zu tun, die zwangsläufig früher oder später eskalieren werden.

An dieser Auflistung erkennen Sie sehr schnell, dass die Risiken derzeit sehr viel größer sind als vor der letzten Finanzkrise.

Absicherung ist Pflicht

Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich nicht auf die optimistischen Versprechen der Medien oder der Bundesregierung verlassen, sondern sich rechtzeitig heute schon aktiv absichern.

Das tun sie, indem Sie Ihr Vermögen breit streuen und dazu noch auf eine Bargeld-Reserve von mind. 2 Monaten Ihres derzeitigen Lebensstandards setzen.

So sind Sie gut gerüstet, auch den nächsten Finanzsturm unbeschadet zu überstehen.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.