Kündigung wegen Mietrückstand: Wie Sie mit einer Zahlung in der Schonfrist richtig umgehen

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Die sogenannte Schonfrist kann die fristlose Kündigung eines Mieters wegen Zahlungsverzugs zunichtemachen. Denn innerhalb dieser Frist kann der Mieter die […] (Foto: Alexander Raths / Shutterstock.com)

Die sogenannte Schonfrist kann die fristlose Kündigung eines Mieters wegen Zahlungsverzugs zunichtemachen. Denn innerhalb dieser Frist kann der Mieter die rückständige Miete nachzahlen und somit die Kündigung unwirksam machen. Damit Sie hier keine Überraschungen erleben und insbesondere erkennen, wann Mieter kein Recht auf Schonfrist haben, lesen Sie diesen Beitrag.

Diese Voraussetzungen gibt es bei der fristlosen Kündigung wegen Zahlungsverzugs

Wie Sie wissen, können Sie Ihrem Mieter die fristlose Kündigung erklären, wenn er im Zahlungsverzug ist. Wann das genau der Fall ist, richtet sich nach § 543 Abs. 2 Nr. 3 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Danach liegt ein wichtiger Grund zur außerordentlichen fristlosen Kündigung dann vor, wenn

  1. der Mieter für 2 aufeinanderfolgende Termine mit der Entrichtung der Miete in Verzug ist,
  2. der Mieter für 2 aufeinanderfolgende Termine mit der Entrichtung eines nicht unerheblichen Teils der Miete in Verzug ist oder
  3. der Mieter in einem Zeitraum, der sich über mehr als 2 Termine erstreckt, mit der Mietzahlung in Höhe von mindestens 2 Monatsmieten in Verzug ist.
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Das Gesetz sieht in § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB somit insgesamt 3 verschiedene Kündigungstatbestände vor, die wir Ihnen an dieser Stelle im Überblick darstellen wollen:

1. Alternative: Zahlungsrückstand nach § 543 Abs. 2 Nr. 3a Alt. 1 BGB

Nach dieser Alternative können Sie immer dann fristlos kündigen,


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.