Künstliche Intelligenz: 2 Gewinner des Megatrends

Im Jahr 2016 schlug erstmals ein Computer-Programm den weltbesten Go-Spieler. Und Schachgroßmeister haben seit Jahren keine Chance mehr im Duell gegen den Computer.

Daran sehen Sie, dass die künstliche Intelligenz (K. I.) auf dem Vormarsch ist – ein Trend, auf den sich auch aus Anlegersicht für Sie ein Blick lohnt.

„Big Data“ braucht künstliche Intelligenz

Der Trend zur Vernetzung hat bereits zu unvorstellbar gewaltigen Datenmengen geführt (Stichwort „Big Data“).

Für einen Mensch wäre das Analysieren dieser Datenbestände eine Lebensaufgabe.

Computer sind hingegen in der Lage, selbst größte Datenbestände innerhalb von Sekunden zu durchforsten.

ür eine sinnvolle Analyse der Daten brauchen sie jedoch intelligente Algorithmen, mit denen sie die relevanten Daten identifizieren und entsprechend auswerten können.

Die Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz sind dabei schier grenzenlos:

  • Ob bei der Steuerung von Robotern, autonomer Fahrzeuge, intelligenter Fabriken und dem vernetzten Haus,
  • der Daten-Analyse im Informations-Management
  • oder in der Mess- und Scantechnik (etwa beim Einsatz von Gesichtserkennungs-Software)

– überall führt künstliche Intelligenz zu erheblichen Verbesserungen bzw. schafft erst die Grundlage für neue Anwendungen.

Technologie-Konzerne im Wettstreit

Daher ist es keine Wunder, dass beinahe alle großen Technologie-Konzerne an künstlicher Intelligenz forschen.

  • IBM,
  • Amazon,
  • Apple,
  • Google,
  • Microsoft
  • und Facebook

liefern sich ein Rennen um die Marktführerschaft in einem der wichtigsten Märkte der nächsten Jahrzehnte.

Und da die künstlichen Intelligenzen jeweils nur bestimmte Teilbereiche abdecken, dürfte für viele Unternehmen ein Stück vom großen (Gewinn-)Kuchen abfallen.

Ich möchte Ihnen nun die Projekte von 2 dieser Gewinner des Megatrends künstliche Intelligenz kurz vorstellen:

IBM: Dank „Watson“ in guter Position

IBM ist schon sehr lange bei der Entwicklung der künstlichen Intelligenz im Geschäft:

  • 1997 gewann der Supercomputer „Deep Blue“ einen Wettkampf gegen Schachweltmeister Garry Kasparow.
  • 2011 schlug „Watson“ bei der Quizshow „Jeopardy!“ 2 der erfolgreichsten menschlichen Quiz-Champions.

Seitdem hat IBM „Watson“ kontinuierlich weiterentwickelt und ihn mit neuen Aufgaben betraut. So ist die geballte künstliche Intelligenz von „Watson“ heute per Cloud verfügbar.

Unternehmen können die Analyse-Fähigkeiten des Supercomputers also per Internet nutzen.

Auch in der Medizin kommt „Watson“ als Diagnose-Werkzeug zum Einsatz. Er ist imstande, gewaltige Informations-Mengen in kürzester Zeit zu durchforsten und entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.

Google spart dank K. I. mehrere 100 Mio. US-Dollar ein

Auch bei Google bzw. der Muttergesellschaft Alphabet kommt künstliche Intelligenz längst zum Einsatz – und das nicht nur bei der Internet-Suche.

Beispielsweise wird Google bei der Steuerung seiner gigantischen Rechenzentren von einer künstlichen Intelligenz unterstützt.

Seit die Steuerung der Kühlanlagen und Ventilatoren vollautomatisch erfolgt, hat sich der Energie-Verbrauch dafür um 40%  reduziert.

Bei jährlichen Milliarden-Kosten spart Google auf diese Weise so mehrere 100 Mio. US-Dollar pro Jahr.

Außerdem setzt Google künstliche Intelligenz in den Bereichen autonome Autos, Roboter-Steuerung und im vernetzten Haus ein.

Künstliche Intelligenz gehört ohne Frage zu den Zukunftstrends, bei denen es sich lohnt, in die entsprechenden Gewinner zu investieren.

8. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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