Kursbewegungen und wie Sie diese ausreizen können

Warum Kursgewinne „schon“ bei +20 % mitgenommen werden sollten, möchten immer wieder einige Leser wissen. Das sind die Gründe.

Warum Kursgewinne „schon“ bei +20 % mitgenommen werden sollten, möchten immer wieder einige Leser wissen.

Viele starke Aktien würden doch (natürlich im Nachhinein betrachtet) noch deutlich weiter steigen.

Da gebe ich Ihnen auch recht, im aktuellen Umfeld steigen viele Werte auch in einer einzigen Anstiegswelle oft erheblich mehr als +20 %.

Diese fünf Hauptgründe sprechen jedoch für meine bewährte +20 %-Strategie:

1. Sie schneiden aus einem Kursanstieg die sichersten +20% Gewinn heraus

Viele Wachstumsaktien springen in einer Anstiegswelle (Swing) d.h. innerhalb weniger Wochen um +20 % nach oben.

Darüber geht mit jedem Prozentpunkt mehr Aktien die Puste aus und es folgt eine Zwischenkorrektur bei der oft die Hälfte der Gewinne oder sogar mehr wieder abgegeben werden.

Daher ist es sinnvoll sich nur das sicherste Stück des Anstiegs nach einem Chartausbruch herauszuschneiden und dann eine weitere Chance mit Startvorteil durch einen neuen „Ausbruchs-Turbo“ nutzen.

2. Mit höheren Gewinnzielen steigen auch die Risiken

Bei höheren Gewinnzielen müssten Sie aus Chance-Risiko-Aspekten auch nach unten hin mehr Schwankungsbreite erlauben, denn sonst würden v.a. in Seitwärtsmärkten viel zu viele Aktien ausgestoppt.

Das bedeutet natürlich mehr Gesamtrisiko durch weitere Stopps und längere Haltedauern.

Sie haben mit +20 % Gewinnziel und 10 % Stopp eine perfekte Chance-Risiko Kombination.

3. Sie sichern Ihre Gewinne an optimalen Chartmarken ab

Wenn Sie nach einem erfolgreichen Trade auf eine neue Aktie setzen, dann sichern Sie diese bei -10 % per Stopp ab. So ist auch ein Teil der Gewinne aus dem letzten Trade abgesichert. Natürlich könnten Sie bei einem Langfrist-Invest auch mit einem dynamischen Stopp (= Trailing Stopp) arbeiten.

Aber: Ist der Trailing-Stopp nicht weit genug, so werden Sie bei Zwischenkorrekturen fast immer ausgestoppt.

Die empfohlenen Ausbruchspunkte hingegen werden nur dann um 10 % unterschritten, wenn es sich um echte Fehlausbrüche handelt.

In allen anderen Fällen bildet sich an dieser Stelle eine Chartunterstützung. Diese optimale Stopp-Platzierung trägt ihren Teil zu Ihrem Gesamtvorteil bei.

4. Sie kaufen den Vorteil und verkaufen Hoffnung

Sie haben einen starken Vorteil um überdurchschnittlich hohe Gewinne zu erzielen. Dieser besteht in der extrem selektiven Auswahl nach starken Wachstumsdaten und Chart-Kriterien.

Sie kaufen also im Vorteil (d.h. innerhalb von 5 % oberhalb des optimalen Kaufpunkts) und verkaufen dann bei +20 % Gewinn an Anleger, die trotz der Kursanstiege auf noch höhere Anstiege hoffen.

Diese Käufer agieren meist eher wie Zocker im Kasino.

Denn ist eine Aktie innerhalb kurzer Zeit ohne Konsolidierung bereits um mehr als +20 % gestiegen, dann steigt die Rückschlaggefahr erheblich an.

Sie hingegen sind die Bank im Kasino die stetige Gewinne einfährt und „Gewinn- Hoffnungen“ verkauft.

5. Sie haben ein erfolgserprobtes, einfaches und hochprofitables Anlagesystem

Wenn Sie Gewinne generell bei +20 % mitnehmen und Ihr Risiko auf 10 % beschränken, dann haben Sie ein erfolgserprobtes, einfaches und gleichzeitig hochprofitables Anlagesystem.

Andere Anleger ohne klaren Plan lassen sich früher oder später, d.h. meist in turbulenten Börsenphasen, zu emotionalen Fehlern verleiten.

Sie jedoch können Gewinnlimit und Stopp bei vielen Onlinebrokern gleich mit dem Einstieg eingeben.

Sie müssen dann keine Fehler mehr befürchten, wenn es darum geht Gewinne mitzunehmen oder bei Korrekturen die Reißleine zu ziehen.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.