Die Auszahlungsformen von Lebens- und Rentenversicherungen

Hohe Kosten, niedrige Renditen: Bei Kapitallebensversicherungen muss man heute vorsichtig sein. Auch kommt es auf die Auszahlungsart an. (Foto: Jirsak / Shutterstock.com)

Ob normal oder fondsgebunden: Die Funktionsweise einer jeden Lebens- oder Rentenversicherung bleibt gleich. Bei jeder dieser Policen erhalten Sie die Zusage auf bestimmte Auszahlungen. Bei Kapitallebensversicherungen ist der Todesfallschutz wichtig (der bei einer reinen Rentenversicherung entfällt).

Dieser wird – wie der Name schon sagt – nur im Todesfall ausgezahlt, und zwar an die Hinterbliebenen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine normale oder eine fondsgebundene Lebensversicherung handelt.

Dringender Rat: Legen Sie den Empfänger konkret fest. Wenn Sie nicht genau bestimmen, wer das Geld bekommen soll, kann es für die Hinterbliebenen zu unliebsamen Überraschungen kommen. Denn der Versicherer muss dann das Geld an die Erben auszahlen.

Dies sind in der Regel zur Hälfte an den Ehemann/die Ehefrau und zur anderen Hälfte an die Kinder. Gibt es keine Kinder, geht andere Hälfte an die Eltern (das wissen die wenigsten). Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie gegenüber der Versicherung genau bestimmen, wer die Todesfall-Leistung bekommt.

Mit dem Tod des Versicherungsnehmers und der Leistung durch den Versicherer endet der Vertrag. Viel häufiger ist allerdings der „Erlebensfall“, wie es in schönstem Versicherungsjargon heißt. Wer bis zur Fälligkeit der Police nicht gestorben ist, bekommt selbst Geld von der Versicherung. Das nennt sich „Ablaufleistung“ (siehe nächster Abschnitt).

Die Ablaufleistung: Einmalzahlung oder monatliche Rente

Einmalzahlung oder monatliche Rente? Welche Form der Auszahlung Sie bei Fälligkeit Ihrer Police erhalten, ist in aller Regel abhängig von der gewählten Versicherungsart: Bei einer Lebensversicherung erhalten Sie in aller Regel eine Einmalsumme, mit der all Ihre Ansprüche aus dem Vertrag auf einen Schlag abgegolten werden.

Bei einer Rentenversicherung erhalten Sie eine (meist monatliche) Rente. Es kommt auf die Vereinbarungen im Versicherungsvertrag an, ob diese Rente nur bis zu einem bestimmten Mindestalter (z. B. 85 Jahre) oder lebenslang ausgezahlt wird. In beiden Fällen legt die Versicherung den jeweils verbleibenden Betrag (Ablaufleistung minus bereits geleistete Rentenzahlungen) weiterhin für Sie an.

Wie viel Geld bekommen Sie nun in Form einer Einmalzahlung oder einer monatlichen Rente. Machen Sie sich klar: Was Ihr Versicherungsvermittler Ihnen bei Abschluss des Vertrags als Ablaufleistung vorgerechnet hat, ist nicht entscheidend.

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Er kann zum Zeitpunkt des Abschlusses nur von groben Annahmen über das Geldanlage-Ergebnis und die Entwicklung sonstiger Überschüsse ausgehen. Üblicherweise wählt er dabei ein recht optimistisches Szenario – schließlich will er Ihnen den Abschluss schmackhaft machen, um selbst an den Provisionen zu verdienen.

Was aber zahlt der Versicherer am Ende der Laufzeit tatsächlich an Sie als Versicherungsnehmer aus? Entscheidend für die Höhe der Ablaufleistung sind die Fragen,

  • um welche Versicherungsvariante (normal oder fondsgebunden) es sich bei Ihrer Police handelt,
  • wie hoch der ggf. geltende garantierte Mindestzins ist (das hängt vom Jahr des Vertragsabschlusses ab),
  • wie erfolgreich der Versicherer den Sparanteil Ihrer Prämien für Sie angelegt hat,
  • ob zusätzlich noch stille Reserven vorhanden sind.

Diese Punkte bestimmen darüber, wie hoch die Auszahlung wirklich ist. Einzelne Aspekte, wie beispielsweise über die Versicherungsvariante oder den Mindestzins, können Sie selbst entscheiden.


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Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst (MBA) ist Wirtschafts- und Finanzjournalistin und schreibt vorwiegend Ratgebertexte. Sie hat mehrere Bücher zu den Themen Börse, Geldanlage, Immobilien, Recht & Steuern sowie Kommunikation verfasst. Daneben arbeitet sie als Dozentin an der Business School Alb-Schwarzwald, die zur Steinbeis Hochschule Berlin gehört.

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