Lebensversicherung: Rentenvorsorge privat in die Hand nehmen

Die gesetzlichen Kassen stellen langsam keine gute Alternative mehr da, private Alternativen müssen auch 2017 her. (Foto: Syda Productions / Shutterstock.com)

Die gesetzlichen Kassen stellen langsam keine gute Alternative mehr da – Arbeitnehmer sollten bei ihrer Rente 2017 lieber auf eine private Vorsorge setzen.

Eine gute Möglichkeit hierfür sind Lebensversicherungen. In diese zahlen sie jeden Monat einen festgelegten Betrag ein, auf den sich dann über die Jahre Zinsen ansammeln.

Rente 2017: Der Garantiezins

Die Vorteile der privaten Versicherung gegenüber der gesetzlichen Rentenkasse liegen auf der Hand. Neben Ihren eingezahlten Beträgen bekommen Sie hier auch noch einen staatlich fixierten Garantiezins.

Dieser Zins wird bei der Vertragsunterschrift festgelegt und gilt dann für den gesamten Vertragszeitraum, kann also nicht mehr gesenkt werden.

In den vergangenen Jahren sind die möglichen Zinsen jedoch drastisch eingebrochen. Statt mehr als 4% zu Beginn des neuen Jahrtausends liegt er aktuell bei nur noch 0,9% der eingezahlten Geldmenge.

Lebensversicherung als Anlageform

Neben den Beiträgen und den Zinsen bekommen Sie jedoch noch weiteres Geld ausgezahlt. Die Versicherung legt Ihre Einzahlungen nämlich an und erhält darauf ebenfalls Gewinne, die sie mit Ihnen teilt.

Da diese Gewinne von wirtschaftlichen Faktoren abhängig sind, fallen diese in jedem Jahr unterschiedlich aus. 2014 beispielsweise betrug der Gewinn rund 3%, die besten Anbieter erwirtschafteten im gleichen Zeitraum rund 5% Überschuss.

Rente 2017: Berechnung der Lebensversicherung schwierig

Dies bedeutet jedoch auch, dass Sie während der Laufzeit nicht genau berechnen können, welche Summe Sie am Ende ausgezahlt bekommen. Die Versicherung informiert Sie jedoch jährlich über die Beträge, die sie bereits fest zusichern kann.

Da die Anbieter jährlich abrechnen, bleiben diese Gelder fix und werden nicht mehr durch sinkende Gewinne verringert.

Laufzeit variabel an Pensionierung anpassen

Den Zeitpunkt, an dem Sie dieses Geld ausbezahlt bekommen, ist mehr oder weniger variabel wählbar, muss jedoch bei der Vertragsunterschrift festgelegt werden. Falls Sie die Lebensversicherung für Ihre Rente nutzen möchten, sollten Sie demnach als Auszahlungszeitpunkt Ihren voraussichtlichen Renteneintritt wählen.

Möchten Sie steuerliche Vorteile nutzen, muss die Versicherung jedoch mindestens 12 Jahre laufen.

Lebensversicherung: Festlegen, wer im Todesfall die Auszahlung bekommtLebensversicherte aufgepasst: Wissen Sie, wer im Todesfall das Geld der Versicherung bekommt? Nein? Höchste Zeit, sich darum zu kümmern! › mehr lesen

Neben der Laufzeit können Sie bei Vertragsabschluss ebenfalls wählen, ob Sie das Geld in einer kompletten Summe oder als monatliche Rente überwiesen bekommen möchten. Letzteres dürfte für die meisten Versicherten die attraktivere Lösung sein.

Rente 2017: Vorsicht vor versteckten Kosten

Dennoch besitzt eine Lebensversicherung nicht nur Vorteile. Ein Nachteil ist dabei der Todesschutz, der die Hinterbliebenen im Todesfall absichern soll.

In Wahrheit nimmt sich die Versicherung von allen eingezahlten Beiträgen jedoch einen sogenannten Risikoschutz, lässt sich die Möglichkeit der Auszahlung im Todesfall also teuer bezahlen. Und natürlich fallen außerdem weitere Gebühren für die Verwaltung an.

Im Extremfall können daher sogar zehn oder mehr Jahre vergehen, bis die eingezahlten Beträge der angesparten Summe entsprechen. Ein Todesfall kurz nach dem Vertragsabschluss kann daher sehr teuer werden – eine normale Rente wäre dann die bessere Wahl.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.