„Made in Germany“ ist und bleibt weltweit beliebt

Laut einer Studie des Statistik-Portals Statista in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungs-Unternehmen Dalia Research sind Waren „Made in Germany“ weltweit besonders beliebt.

Für die Studie haben Statista und Dalia Research rund 43.000 Verbraucher in 52 Ländern befragt und daraus eine Rangfolge erstellt, den sogenannten Made-in-Country-Index.

Die erhobenen Daten wurden bei der Erstellung der Rangliste nach Importvolumen gewichtet.

Das bedeutet:

Erhobene Daten aus Ländern, die besonders viele Waren und Dienstleistungen importieren, wurden stärker gewichtet als Daten aus Ländern, die kaum importieren.

Deutschland auf Platz 1 der Rangliste

Auf Platz 1 der von Statista und Dalia Research erstellten Rangliste liegt Deutschland bzw. „Made in Germany“.

Dahinter folgt die Schweiz und auf Platz 3 liegt „Made in EU“. Die USA kommen lediglich auf Rang 8 und sind damit weit abgeschlagen.

Deutschland konnte bei den befragten Konsumenten v. a. in den Kategorien „Qualität“ und „Sicherheitsstandards“ punkten.

Die Schweiz hingegen punktete insbesondere in den Kategorien „Statussymbol“ und „Authentizität“.

Italien erreichte in Sachen „Design“ Bestwerte und Japan in der Kategorie „Spitzentechnologie“.

China punktete erwartungsgemäß besonders beim Thema „Preis-/Leistungsverhältnis“.

Die Ursprünge von „Made in Germany“

Heute steht „Made in Germany“ für deutsche Ingenieurskunst und hohe Qualität.

Das war jedoch nicht immer so; nur die wenigsten unter Ihnen dürften wissen, dass es sich bei „Made in Germany“ ursprünglich um einen Warnhinweis handelte.

Ende des 19. Jahrhunderts – zu Zeiten der industriellen Revolution – wurde die Herkunfts-Bezeichnung „Made in Germany“ von Großbritannien eingeführt, um vor minderwertigen Importen aus Deutschland zu warnen.

Heute ist „Made in Germany“ weltweit anerkannt, beliebt und daher auch gefragt.

Das ist einer der wesentlichen Gründe dafür, warum Deutschland in den vergangenen Jahren zum Export-Weltmeister wurde und Jahr für Jahr hohe Expor-Überschüsse (mehr Waren und Dienstleistungen werden exportiert als importiert) erzielt.

Laut Berechnungen des Ifo-Instituts hat die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr 297 Mrd. US-Dollar mehr durch den Export von Waren und Dienstleistungen und im Kapitalverkehr mit dem Ausland eingenommen, als es für Importe ausgegeben hat.

„Made in Germany“ wird gefragt bleiben

Die Ergebnisse der Studie von Statista und Dalia Research beweisen einmal mehr, dass deutsche Waren und Dienstleistungen v. a. aufgrund ihrer Qualität gefragt sind und nicht, wie US-Präsident Trump meint, aufgrund eines aus seiner Sicht zu schwachen Euro.

Sicher hilft ein schwacher Euro der deutschen Export-Industrie, da hierdurch deutsche Waren und Dienstleistungen im Nicht-EU-Ausland günstiger werden.

Doch ginge es immer nur um die Preisfrage, würden die meisten deutschen Exporte durch billigere Produkte aus China ersetzt werden.

Daher meine Einschätzung:

„Made in Germany“ ist nicht nur aktuell gefragt, sondern war es auch in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten und wird es auch zukünftig bleiben.

Deshalb sollten Sie an der Börse nach wie vor auf exportorientierte deutsche Firmen setzen, die starke Produkte anbieten, für die Kunden im Zweifel auch etwas mehr zahlen als für die Produkte der Konkurrenz.


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27. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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