Maklercourtage verhandeln: Meist nur bei teureren Objekten möglich

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Oftmals ist es für einen Vermieter am einfachsten, einen Makler mit der Mietersuche zu beauftragen. Makler kennen sich auf dem […] (Foto: Dean Drobot / Shutterstock.com)

Oftmals ist es für einen Vermieter am einfachsten, einen Makler mit der Mietersuche zu beauftragen.

Makler kennen sich auf dem regionalen Wohnungsmarkt gut aus und verfügen meist über viele nützliche Kontakte.

Das kann dem Vermieter viel Zeit sparen.

Allerdings fällt dafür eine Maklercourtage, auch Provision genannt, an.

Sie wird in der Vermietungspraxis meist vom Mieter getragen und wird nur dann fällig, wenn tatsächlich ein Mietvertrag abgeschlossen wurde.

Die Maklercourtage beträgt meist etwa 2 Monatsmieten, die Nebenkostenvorauszahlung darf dabei nicht eingerechnet werden.

Allerdings muss auf die Maklercourtage auch Mehrwertsteuer gezahlt werden.

Die Kosten, die durch den Makler entstehen, muss wie erwähnt nicht der Vermieter tragen.

Er sollte aber bedenken, dass eventuelle Mieter sich von der zu zahlenden Courtage abschrecken lassen könnten.

Das ist vor allem wichtig, wenn das Wohnungsangebot im betreffenden Stadtteil recht groß ist. Dann weichen Mieter gerne auf provisionsfreie Angebote aus.

Maklercourtage verhandeln: Meist nur bei teureren Objekten möglich

Bei der Courtage lässt der Makler in der Regel nicht mit sich verhandeln. Gerade bei relativ günstigen Wohnungen ist er meist nicht dazu bereit, Nachlässe zu gewähren.

Bei teureren Wohnungen kann der Mieter in manchen Fällen aber einen Abschlag erreichen.

Das ist aber nur dann möglich, wenn ein potenzieller Mieter der einzige Interessent einer Wohnung ist.

Gibt es mehrere Interessenten, läuft der Mieter Gefahr, die Wohnung überhaupt nicht zu bekommen, wenn er bezüglich der Courtage verhandeln möchte.

Dann wird sich der Makler wahrscheinlich für jemanden entscheiden, der bereit ist, die volle Provision zu bezahlen.

Nur seriöse Makler beauftragen

Grundsätzlich muss man versuchen, einen seriösen Makler zu finden.

Um den Maklerberuf ausüben zu können, ist nämlich keine fachliche Ausbildung vorgeschrieben. Man muss lediglich ein Gewerbe anmelden und ein leeres Vorstrafenregister vorlegen.

Es ist Immobilienmaklern also freigestellt, ob sie sich freiwillig qualifizieren möchten oder nicht. Verschiedene Akademien bieten hierfür maklerspezifische Schulungen mit entsprechenden Prüfungen an.

Kann ein Makler einen Abschluss dieser oder ähnlicher Art vorweisen, so ist das ein gutes Zeichen.

Zudem ist es von Vorteil, wenn der Makler Mitglied eines großen Verbands ist, wie beispielsweise dem Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.

Hier wird auf eine entsprechende Qualifikation Wert gelegt.

Es gibt in Deutschland auch eine anerkannte Ausbildung zur Vorbereitung auf den Maklerberuf: Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau.

Dies ist auch die Mindestqualifikation, die der IVD für die Ausübung des Maklerberufs vorschlägt.

Ein Makler sollte also bestenfalls ein von einer entsprechenden Akademie geprüfter Makler sein oder aber die Ausbildung zur Immobilienkauffrau oder zum Immobilenkaufmann absolviert haben.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

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