Mieterhöhung: Fallstricke des förmlichen Mieterhöhungsverfahrens umgehen

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Mieterhöhungen durchsetzen: Lesen Sie hier, wie Sie für Ihre Immobilie Mietpreise erhöhen und die Fallstricke des förmlichen Mieterhöhungsverfahrens umgehen. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Als Vermieter einer freifinanzierten Wohnung sind Sie verständlicherweise daran interessiert, eine marktgerechte Miete zu erzielen. Nach der „Durststrecke“ der letzten Jahre können Sie jetzt wieder an eine Mieterhöhung denken. Die Miete darf sich in drei Jahren um bis zu 20% erhöhen.

Eine solche Mietsteigerung lässt sich gegenwärtig sicherlich noch nicht auf einen Schlag durchsetzen. Aber 5 bis 10% mehr Miete sind durchaus drin. Das gilt jedenfalls für gepflegte, gut erhaltene Wohnungen, die mehr als Standard bieten.

Das bedeutet zum Beispiel: bei der Ausstattung: hochwertige Fußböden, Rollläden, Einbauküche, zusätzliches Duschbad, zweites WC; bei der Lage der Wohnung: ruhige Seitenstraße, (trotzdem) verkehrsgünstige Anbindung, gute Infrastruktur, interessantes Freizeitangebot.

Ganz klar: Dass eine Wohnung alle diese Anforderungen erfüllt, ist eher die Ausnahme. Aber je mehr der vorstehend beispielhaft aufgeführten Merkmale eine Wohnung aufweist, desto interessanter ist sie für Mieter und desto höher ist der Mietwert – und desto eher ist eine Mieterhöhung gerechtfertigt.

Bevor Sie sich über höhere Mieteinnahmen freuen können, heißt es allerdings, die Fallstricke des förmlichen Mieterhöhungsverfahrens sicher zu umgehen. Ein Thema für sich ist dabei die Begründung der Mieterhöhung.

Und hier ist es wiederum die Bezugnahme auf einen Mietspiegel, die vielen Vermietern großes Kopfzerbrechen bereitet.

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Bei unwirksamer Renovierungsklausel können Sie die Miete erhöhenIn der Vergangenheit hat der Bundesgerichtshof (BGH) eine Vielzahl von Renovierungsklauseln gekippt. Sei es, dass eine Endrenovierung vorgeschrieben wurde, die Klausel eine starre Fristenregelung enthielt, die vorschrieb, dass Außentüren oder… › mehr lesen

Der Grund: Zwar können Sie unter verschiedenen Begründungsmitteln wählen. Seit Inkrafttreten der Mietreform im Jahr 2001 spielt der Mietspiegel aber eine ganz überragende Rolle.

Ohne Begründung geht nichts

Verlangen Sie von Ihrem Mieter die Zustimmung zu einer Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete, stehen Ihnen laut Gesetz (BGB) folgende Begründungsmittel zur Verfügung:

– Bezugnahme auf einen Mietspiegel,

– Auskunft aus einer Mietdatenbank,

– Bezugnahme auf ein Sachverständigen-Gutachten,

– Bezugnahme auf Vergleichswohnungen.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.