Mietkautionskonto: Vermieter darf nach Kündigung sofort drauf zugreifen

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Ein Urteil bestätigt eine allgemeine Annahme: Ein Vermieter darf nach Kündigung sofort auf das Mietkautionskonto zugreifen! (Foto: kurhan / Shutterstock.com)

Durch das Hinterlegen einer Kaution auf einem Mietkautionskonto sollen offene Ansprüche gegenüber einem Mieter bis zu einer bestimmten Höhe abgesichert werden, ohne dafür den umständlichen und zeitaufwendigen Weg vor Gericht wählen zu müssen, was bei Mietnomaden auch zu einer Odyssee werden könnte.

Das Landesgericht Karlsruhe hat diese allgemeine Annahme mit einem Urteil nun bestätigt:

Mietkautionskonto: Abrechnung reicht

Der Vermieter muss lediglich eine Abrechnung präsentieren, aus der seine Ansprüche auf die hinterlegte Kaution eindeutig hervorgehen.

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Das Gericht zementierte mit diesem Urteil noch einmal das Recht des Vermieters auf die Kaution, die ja genau diesem Zweck diene – ein schneller und vor allen Dingen unbürokratischer Zugriff auf das Mietkautionskonto, falls er offene Ansprüche gegenüber dem Mieter hat, was insbesondere bei Mietnomaden der Regelfall ist.

Eine gerichtliche Auseinandersetzung, ob der Vermieter überhaupt ein Anrecht auf die Kaution habe, würde deshalb dem Sinn und Zweck der Kautionshinterlegung auf einem Mietkautionskonto zuwiderlaufen.

Landesgericht Karlsruhe, Aktenzeichen 8 W 34/08


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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.