Mietrecht: Ratten sind von Mieter zu bedenken

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Ratten und Mietrecht: Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg entscheidet, mit Ratten ist zu rechnen. Eventuelle Schäden tragt der Mieter. (Foto: Sensay/Shutterstock)

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt von Deutschland, sondern auch die Hauptstadt der Ratten.

Experten schätzen, dass in Berlin auf jeden Einwohner auch mindestens eine Ratte kommt – einige Statistiken gehen sogar von bis zu 10 Millionen Ratten aus.

In der Hauptstadt zählen Ratten deshalb zu den „gewöhnlichen Begebenheiten“, wie ein Mieter vor Gericht feststellen musste:

Gericht: Überwiegendes Mitverschulden des Mieters

Er hatte in seinem Keller Elektronikgeräte wie einen Fernseher und einen DVD-Player gelagert.

Die Geräte wurden jedoch von Ratten angenagt und dadurch beschädigt, weshalb der Mieter vor Gericht zog. Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg entschied jedoch im Sinne des Vermieters.

Da ein „überwiegendes Mitverschulden“ des Mieters vorliegt, kann der Vermieter nicht für entstandene Schäden haften.

Das Gericht begründete seine Entscheidung auch damit, dass ein mit Ratten befallener Keller in Berlin zu „den gewöhnlichen Begebenheiten“ gehört.

Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Aktenzeichen 205 C 103/08

Fazit: Vermieter haften also nicht für die Schäden an Elektronikgeräten, die von den Nagern mit dem spitzen Zähnen und dem langen Schwanz verursacht werden – zumindest in Berlin.

Aber auch in anderen Großstädten dürfte die Rattenplage ähnlich verbreitet wie in Berlin sein. Entsprechende Klagen von Mietern dürften demnach vor Gericht ebenfalls auf Ablehnung stoßen. 

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Von: Tino Hahn.

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