Mit einem Saisonkennzeichen Steuern und Versicherung sparen

Mit einem Saisonkennzeichen dürfen Fahrzeuge nur zu bestimmten Zeiten im Jahr gefahren werden. Dies spart Steuern und Versicherungsbeiträge. (Foto: Hadrian / shutterstock.com)

Immer mehr Menschen beantragen ein Saisonkennzeichen zum Beispiel für ihr Cabrio oder für ihr Motorrad. Im Jahr 2016 lag die Anzahl der Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen in Deutschland bei 2,25 Mio. Stück, im Vorjahr waren es 2,19 Mio. Fahrzeuge. Zum Vergleich: 2005 waren es gerade einmal 1,5 Mio. Fahrzeuge.

Das Motorrad, Cabrio oder Wohnmobil mit einem Saisonkennzeichen nur für einen bestimmten Zeitraum im Jahr anzumelden birgt viele Vorteile, unter anderem Vergünstigungen bei der Steuer und der Versicherung.

Ein Saisonkennzeichen erkennen

Im Jahr 1997 wurden die Saisonkennzeichen eingeführt und ermöglichen Fahrzeugführern seitdem, ihr Fahrzeug nur für eine bestimmte Jahreszeit zuzulassen und für den Rest der Zeit stillzulegen. Auf diese Weise können sie Geld sparen. Zu erkennen ist ein Saisonkennzeichen an dem auf dem Nummernschild vermerkten Gültigkeitszeitraum der Zulassung. Die Monate von wann bis wann das Kennzeichen gültig ist werden mit einem waagerechten Strich zwischen den Zahlen vermerkt, zum Beispiel:

04

10

für eine Zulassung von April bis Oktober. Das Fahrzeug kann dann vom 01. April bis zum 31. Oktober gefahren werden. Ein Saisonkennzeichen kann für maximal elf von zwölf Monaten beantragt werden, das Minimum sind zwei Monate. Es ist auch möglich, das Fahrzeug auf eigene Faust jedes Jahr wieder neu an- und abzumelden, dank des Saisonkennzeichens erspart man sich aber diesen Aufwand und spart zudem noch Geld.

Trotz Zulassungspause ist das Fahrzeug das ganze Jahr über versichert

So kostet die Anmeldung eines Saisonkennzeichens zwar mehr als die Anmeldung eines dauerhaften Kennzeichens, bei der Steuer und der Versicherung lässt sich aber Geld einsparen. Die Beiträge für die Steuer ruhen in den Monaten, in denen das Fahrzeug nicht gefahren wird, ebenso die Beiträge für die Kfz-Versicherung – obwohl der Versicherungsschutz weiterhin greift! Die Beiträge werden nur für die Monate gezahlt, für die das Fahrzeug angemeldet ist.

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Die Voraussetzung für einen weiterhin gültigen Versicherungsschutz ist, dass das Fahrzeug in der Zeit ohne Zulassung nicht bewegt wird und so abgestellt ist, dass es vom öffentlichen Straßenraum getrennt ist. Das heißt es muss in einer Garage oder auf einem Parkplatz stehen, der umzäunt, mit einer Hecke getrennt oder ummauert ist.

Hat der Halter eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung abgeschlossen, greift in der zulassungsfreien Phase noch die Teilkaskoversicherung. Das Fahrzeug ist dann also trotz Stilllegung gegen Diebstahl oder Brand versichert.

Fahrzeughalter mit Saisonkennzeichen profitieren von der Schadensfreiheitsklasse

Bei der Kfz-Versicherung lässt sich mit einem Saisonkennzeichen zusätzlich sparen. Ist ein Fahrzeug für mehr als sechs Monate im Jahr zugelassen und wird in diesem Zeitraum kein Schaden bei der Versicherung geltend gemacht, wird im folgenden Jahre eine bessere Schadenfreiheitsklasse erreicht. Die Versicherung wird dadurch wieder günstiger. Unter sechs Monaten profitieren Fahrzeughalter nicht von der besseren Schadenfreiheitsklasse.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.