Nach dem IPO: Profitiert ein Unternehmen davon, dass Aktienanteile erhöht werden?

Kurz und knackig: Nein. Dazu muss man bedenken, dass sich der Aktienmarkt in zwei Märkte aufteilen lässt – in Primär- und Sekundärmarkt.

Auf dem Primärmarkt stellt ein Unternehmen Aktiva an Investoren aus, die im Gegenzug Kapital an die Firma überweisen – zu einem festgelegten Ausgabepreis.

Dieses Prinzip der Aktien- oder Beteiligungsfinanzierung funktioniert nur in diesem Zusammenhang.

Auf dem Sekundärmarkt wiederum verkaufen die Anleger, die Aktiva auf dem Primärmarkt erworben haben, eben diese Anteile an andere Anleger, die sie erneut weiterverkaufen.

Nur diesen Markt verfolgen die Medien im Businessbereich aktiv mit, nur dieser Markt produziert tägliche Preisänderungen der Wertpapiere.

Der Grund dafür ist die Tatsache, dass lediglich Anleger involviert sind, die Wertpapiere an- und verkaufen – öffentliche Unternehmen erkennen keine direkten Profite oder Verluste durch Preisänderungen.

Dennoch ist ein starker Aktienkurs für diese Unternehmen von Vorteil, da so die eigene Marktkapitalisierung verbessert wird.

Außerdem ist die Firma eher befähigt, mehr Kapitalanleihen zu relativ hohen Preisen zu emittieren.

9. Oktober 2012

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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