Negativ-Zinsen: Das sind die größten Risiken für Ihr Vermögen

Niedrige Zinsen haben sich an den Finanzmärkten festgesetzt. Das ist ärgerlich für uns alle. Als Investoren sind wir auf Zinszahlungen angewiesen.

Das ist aber sehr positiv für andere Teilnehmer an den Finanzmärkten. Sowohl die Staaten als auch die Notenbanken profitieren von den niedrigen Zinsen.

Negativ-Zinsen im Interesse von banken und Staaten

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Staaten und Banken sind sogar daran interessiert, mittelfristig Negativ-Zinsen einzuführen.

Anders wird es nämlich gar nicht mehr möglich sein, den immensen Schuldenberg weiter schultern zu können.

Das liegt eben auch an den weiterhin extrem niedrigen Zinsen, die von den Notenbanken gesetzt werden.

Seit mittlerweile Ende 2015 läuft eine intensive Diskussion darüber, wann denn nun die US-Notenbank Fed wieder an der Zinsschraube drehen und die Zinsen anheben wird.

Doch passiert ist fast nichts. Nur 1x hat die US-Notenbank bislang die Zinsen erhöht – doch das war im Dezember 2015.

Ähnlich sieht es auch in Europa aus: Die EZB hält die Zinsen auf dem absoluten Minimal-Niveau von nur 0,05%.

Auch hier gibt es immer wieder Diskussionen über eine bevorstehende Zinswende und wieder steigende Zinsen für die Euro-Zone.

Dahinter steckt eine Strategie:

Schon 2008 – zum Höhepunkt der Finanzkrise – hat die US-Notenbank auch Gedankenspiele bzgl. eines Bargeld-Verbots und der Einführung von massiven Negativ-Zinsen durchgespielt.

Davon ist aber lange Zeit gar nichts an die Öffentlichkeit gelangt.

Immer mehr Experten halten Negativ-Zinsen für möglich

Doch ein prominenter Ökonom aus den USA hat diese Pläne dann an die Öffentlichkeit gebracht.

Sein Name ist Kenneth Rogoff, und er hat es auch als Krisen-Experte zu hohem Ansehen gebracht.

So erklärte Rogoff, dass es Pläne gab, Negativ-Zinsen von 4 – 5% einzuführen.

Diese sind mittlerweile wieder vom Tisch. Doch in Krisen-Zeiten werden diese Pläne schnell wieder auftauchen.

Das funktioniert jedoch nur, wenn die Bürger keinen Bargeld-Zugriff mehr haben, denn sonst würden diese ja sofort ihre Vermögen von den Konten abheben.

Insofern ist die Gefahr groß, dass die Allianz der Staaten und Banken die Abschaffung des Bargelds vorantreiben wird.

Das wären die konkreten Folgen

Wenn Sie dann 100.000 € auf dem Konto haben, kann die Bank direkt die Negativ-Zinsen davon abziehen.

Dieser kleine Abzug wirkt dann wie ein Brandbeschleuniger für die Krise – das gesamte Finanz-System, so wir wie es kennen, ist dann in Gefahr.

18. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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