Negativ-Zinsen: Die Gefahr ist nicht gebannt

Niedrige Zinsen sind schon seit etlichen Jahren eine Tatsache. Ein wichtiger Indikator für die allgemeine Lage an den Finanzmärkten ist […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Niedrige Zinsen sind schon seit etlichen Jahren eine Tatsache.

Ein wichtiger Indikator für die allgemeine Lage an den Finanzmärkten ist dabei immer wieder auch die Umlaufrendite.

Umlaufrendite als wichtiger Indikator

Sie spiegelt den Durchschnitts-Zins für langlaufende Anleihen bester Bonität in Deutschland wider und lässt damit eine Aussage darüber zu, wie sich das Zinsniveau als Ganzes verhält.

Dabei müssen Sie wissen, dass die Umlaufrendite und damit das Zinsniveau schon seit Jahren permanent nach unten geht.

Im Lauf des Jahres 2016 fiel sie sogar für einige Monate in den negativen Bereich. Doch seit November 2016 ist die Rendite fast ständig mit bis zu 0,25% im positiven Bereich (Stand: Mai 2017).

Daran sehen Sie, dass im heutigen System Negativ-Zinsen nicht dauerhaft möglich sind, weil niemand dazu bereit ist Geld bei einer negativen Rendite zu investieren.

Hinzu kommt, dass auch die Geldanleger nicht ohne Weiteres dauerhafte Negativ-Zinsen auf dem Bankkonto hinnehmen.

Stattdessen halten sie ihre Guthaben lieber in Form von Bargeld, um den Negativ-Zinsen auf dem Konto zu entgehen.

Es ist also eine Grenze erreicht, die offensichtlich nicht dauerhaft überschritten werden kann.

Abschaffung von Bargeld rückt immer näher

Doch die Diskussionen über das Bargeld zeigen:

Es werden v. a. im Bereich der Politik schon intensiv Überlegungen angestellt, wie in einer kommenden Finanzkrise zur Stützung des Systems dauerhaft Negativ-Zinsen durchgesetzt werden könnten.

Das ist der Grund, warum so heftig über Bargeld und dessen angeblichen Beitrag zur Finanzierung von Kriminalität diskutiert wird.

Ich erwarte, dass bei der nächsten Finanzkrise aus diesen Gründen eine deutliche Bargeld-Einschränkung kommt:

um zum einen Banken-Pleiten und zum anderen das Ausweichen vor den dann kommenden Negativ-Zinsen auf das Bargeld zu verhindern.

Wie in Indien im November 2016, werden dann zuerst die großen Banknoten für ungültig erklärt. Die dortige Nacht- und Nebelaktion betraf auf einen Schlag 86% des Bargeld-Bestandes.

So sorgen Sie vor

Deshalb rate ich Ihnen dazu, für den von mir empfohlenen Bargeld-Vorrat, sowie den Bargeld-Anteil für die Fremdwährungen nur Scheine in kleiner Stückelung zu verwenden.

Das gilt sowohl für die Bestände in Euro als auch für die Bestände der Fremdwährungen – hier insbesondere beim Schweizer Franken und der Norwegischen Krone.

Zudem sollten Sie im Alltag so oft wie möglich Bargeld einsetzen – auch das ist ein Signal gegen die Befürworter einer Bargeld-Abschaffung, die auch in Deutschland immer mehr Einfluss bekommen.

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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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