Negativ-Zinsen: Dieses Drama steht uns bald bevor

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Uns allen droht eine große Gefahr: Bei Negativ-Zinsen müssen Sie als Sparer der Bank Geld dafür bezahlen, dass diese Ihr Geld aufbewahrt. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

2016 haben einige Banken vereinzelt Negativ-Zinsen eingeführt.

Der Staat hat davon sogar schon aktiv profitiert: Bei deutschen Anleihen lag die Rendite für Laufzeiten bis zu 9 Jahren Mitte dieses Jahres im negativen Bereich.

Nur für Sie zum Verständnis: Wenn Sie dem deutschen Staat mit Bundesanleihen Geld leihen mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren, mussten Sie zuletzt 0,5% pro Jahr bezahlen.

Negativ-Zinsen sind für Staaten erstrebenswert – daher werden sie auch kommen

Erkennen Sie hier, warum die Staaten so an Negativ-Zinsen interessiert sind?

Anders wird es auf lange Sicht gar nicht mehr möglich sein, den immensen Schuldenberg überhaupt noch zu finanzieren.

Schon 2008 zum Höhepunkt der Finanzkrise hat die US-Notenbank auch Gedankenspiele bezüglich eines Bargeld-Verbots und der Einführung von massiven Negativ-Zinsen durchgespielt.

Kenneth Rogoff, anerkannter Ökonom und Krisen-Experte aus den USA erklärte dazu, dass es Pläne gab, Negativ-Zinsen von 4 bis 5% einzuführen.

Diese Pläne sind mittlerweile wieder vom Tisch. Aber wenn erst das Bargeld aus dem Alltag verschwunden ist, hat das Finanz-Kartell aus Banken und Politikern freie Hand.

„Die Zentralbanken könnten auf diese Weise leichter Negativzinsen durchsetzen, um so die Wirtschaft anzukurbeln.

Papiergeld ist das entscheidende Hindernis, die Zentralbank-Zinsen weiter zu senken. Seine Beseitigung wäre eine sehr einfache und elegante Lösung für dieses Problem.“

Sie können aber sicher sein: Bei der nächsten Krisen-Verschärfung werden diese Pläne wieder auftauchen. Das funktioniert jedoch nur, wenn eben die Bürger kein Bargeld-Zugriff mehr haben.

Wenn Sie dann 100.000 € auf dem Konto haben, kann die Bank direkt die Negativ-Zinsen davon abziehen. Dieser kleine Abzug wirkt dann wie ein Brandbeschleuniger für die Krise.

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Sie werden massiv Vermögen verlieren – und können nichts dagegen tun

Wenn Sie jetzt noch 100.000 € auf dem Konto haben sorgen Negativ-Zinsen von 5% dazu, dass Ihre 100.000 € in 5 Jahren nur noch 77.378 € sind.

Rechnen Sie dann noch die Inflation mit hinein, verlieren Sie mehr als 1/3 Ihres Vermögens in nur 5 Jahren, und Sie können gar nichts dagegen tun – wenn das Bargeld erst einmal abgeschafft ist.

Sie können sich vorstellen, was solche Maßnahmen für Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben. Dann erleben wir die Finanzkrise von 2008 noch einmal.

Aber schon 2008

  • brachen viele große Indizes im Jahresverlauf um fast 50% ein. Der DAX verlor mehr als 40%.

Die Börsen sind dabei nur ein Schauplatz.

Bei der Argentinien-Pleite 2002

  • mussten die Gläubiger hinterher 90% der Forderungen abschreiben.

Bei der Zypern-Krise 2013

  • wurden Konten eingefroren und Sparer enteignet.

Massive Ausbeutung in ganz großem Stil

Hier sehen Sie ganz klar: In der Krise greifen die Krisenstaaten zu vorher kaum denkbaren Methoden. Die Verantwortlichen verlieren jegliches Maß und bitten alle zur Kasse, bei denen noch Geld zu holen ist. Das sind ohne Frage harte Aussichten.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.