Negativzinsen sind gewollt – und zwar von diesen Institutionen

Niedrige Zinsen waren als Notall-Maßnahme geplant – doch sie haben sich an den Finanzmärkten festgesetzt. Das ist ärgerlich für uns […] (Foto: JPStock / Shutterstock.com)

Niedrige Zinsen waren als Notall-Maßnahme geplant – doch sie haben sich an den Finanzmärkten festgesetzt. Das ist ärgerlich für uns alle.

Als Investoren sind wir auf Zinszahlungen angewiesen. Das ist aber sehr positiv für andere Teilnehmer an den Finanzmärkten.

Sowohl die Staaten als auch die Notenbanken profitieren von den niedrigen Zinsen.

Staaten und Banken wollen Negativzinsen

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Staaten und Banken sind sogar daran interessiert mittelfristig Negativzinsen einzuführen.

Anders wird es gar nicht mehr möglich sein, den immensen Schuldenberg weiter schultern zu können.

Das liegt eben auch an den weiterhin extrem niedrigen Zinsen, die von den Notenbanken gesetzt werden.

Zwar hat die US-Notenbank den Zinssatz zuletzt angehoben, doch wir befinden uns immer noch auf historisch niedrigen Niveaus.

Und das wird auch noch einige Zeit so bleiben – weil es so und nicht anders von den Entscheidungsträgern gewollt ist.

Kenneth Rogoff enthüllt zunächst geheime Strategie

Dahinter steckt eine Strategie:

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Schon 2008, zum Höhepunkt der Finanzkrise, hat die US-Notenbank Gedankenspiele bzgl. eines Bargeld-Verbots und der Einführung von massiven Negativzinsen durchgespielt.

Davon ist aber lange Zeit gar nichts an die Öffentlichkeit gelangt. Doch ein prominenter Ökonom aus den USA hat diese Pläne dann publik gemacht.

Sein Name ist Kenneth Rogoff, und er hat es auch als Krisen-Experte zu hohem Ansehen gebracht.

Negativzinsen bis 5% möglich

So erklärte Rogoff, dass es Pläne gab, Negativzinsen von 4 – 5 % einzuführen.

Diese Pläne sind mittlerweile wieder vom Tisch. Doch in Krisenzeiten werden diese Pläne sehr schnell wieder auftauchen.

Das funktioniert jedoch nur, wenn eben die Bürger keinen Bargeld-Zugriff mehr haben. Dann würden die Bürger sofort ihre Vermögen von den Konten abheben.

Bargeld-Abschaffung bedroht gesamtes Finanz-System

Insofern ist die Gefahr groß, dass die Allianz der Staaten und Banken die Abschaffung des Bargelds vorantreiben wird.

Wenn Sie dann 100.000 € auf dem Konto haben, kann die Bank direkt die Negativzinsen davon abziehen.

Dieser kleine Abzug wirkt dann wie ein Brandbeschleuniger für die Krise – das gesamte Finanz-System, so wir wie es kennen, ist dann in Gefahr.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.