Neue Energien: Droht jetzt der US-Kollaps?

Das Geschäft mit erneuerbaren Energien ist ein Milliardenmarkt. Die Diskussion um den Klimawandel ist fest in unserem politischen Alltag verankert […] (Foto: Andrei Tudoran / Shutterstock.com)

Das Geschäft mit erneuerbaren Energien ist ein Milliardenmarkt.

Die Diskussion um den Klimawandel ist fest in unserem politischen Alltag verankert und hat eine ganze Industrie geboren.

Doch gerade jetzt, als endlich bilaterale Abkommen beschlossen wurden, kommt ein neuer US-Präsident an die Macht, der dem Ganzen etwas kritischer gegenüber eingestellt ist:

Donald Trump ist ein bekennender Klimawandel-Skeptiker; und plötzlich sind alle Subventionen in Gefahr. Das könnte erhebliche Folgen haben…

Auch unsere Unternehmen sind betroffen

In der Elektronik-Branche sind davon ABB, General Electric und Honeywell International betroffen.

ABB hat viel investiert, um im Markt für erneuerbare Energien vorne mitzuspielen.

Auf Drängen der Aktionäre wird jetzt aber sogar öffentlich über einen Ausstieg aus dem Energie-Geschäft nachgedacht.

Ein schwedischer Großaktionär geht dabei noch weiter und fordert eine vollständige Abspaltung des Energie-Geschäfts.

Bei GE sieht es nicht anders aus: Der Konzern möchte mehrere Geschäftsbereiche verkaufen, v. a. aber das Wasser-Geschäft und seine Antriebs-Techniken zur Stromerzeugung (Industrial-Solution-Sparte).

Bei Honeywell setzt man dagegen auf eine umfassende Umstrukturierung: Die Nachfrage-Struktur hat sich gerade im Geschäft mit erneuerbaren Energien drastisch verändert:

Während aus Europa weiterhin Großaufträge reinkommen, sieht es auf dem Heimatmarkt schlechter aus. Daher möchte sich der Konzern zukünftig stärker auf das Internet der Dinge konzentrieren.

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Isra Vision: Seit 2009 ununterbrochen ein Top-Wert

Neben dem organischen Wachstum ist für unseren Dauer-5-Sterne-Wertist Isra Vision auch das externe Wachstum durch Akquisitionen von geeigneten Firmen ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Unternehmens-Strategie.

Der Erfolg ist messbar: In den vergangenen 15 Jahren (Stand: 2017) ist Isra bei einer jährlich durchschnittlichen Umsatz-Steigerung von über 14% profitabel gewachsen.

Der Nettogewinn stieg überproportional um knapp 18% jährlich. Für den langfristigen Investor hat sich das Engagement seit unserer Hochstufung auf 5 Sterne richtig bezahlt gemacht.

Panasonic setzt auf die Automobil-Branche

Um dem Preiskampf bei den Bauteilen für Smartphones, PCs und anderer Konsum-Elektronik zu entgehen, hat Panasonic den Konzern neu ausgerichtet.

Ein Investitions-Schwerpunkt wird in Zukunft die Automobil-Branche sein. Gemeinsam mit dem amerikanischen E-Autobauer Tesla will der Konzern die Elektromobilität neu erfinden.

Ob sich die Zusammenarbeit auszahlt wird davon abhängen, ob Tesla mit dem Model 3 tatsächlich der Einstieg in den Massenmarkt für Autos gelingt.

Künftig werden die beiden Unternehmen auch bei der Produktion von Solarzellen kooperieren.

Tesla hat jüngst SolarCity übernommen und will seine Fahrzeuge mit Ökostrom speisen.

Panasonic investiert umgerechnet 245 Mio. € in Teslas Solarfabrik, deren Modul-Produktion bis 2019 auf ein Gigawatt hochgefahren werden soll.

Panasonic geht mit der Bindung an Tesla ein hohes Risiko ein, das aber auch hohe Gewinn-Chancen mit sich bringt.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.