Notenbanken: EZB-Politik zeigt immer weniger Wirkung

Auf die Tatsache, dass die massive Liquiditäts-Politik der EZB immer mehr an Wirkung verliert, wies jetzt das lettische EZB-Ratsmitglied Ilmars Rimsevics hin.

Er sagte, dass die Wertpapierkäufe dem realen Wirtschafts-Wachstum bisher keinen wesentlichen Schub verliehen hätten.

Die in den Markt gepumpten Gelder lägen gerade in Lettland nur auf Bankkonten und warteten auf bessere Zeiten.

Liquiditäts-Politik der EZB geht an der Realität vorbei

Daran sehen Sie, welchen geringen Nutzen die EZB-Politik hat:

Letztlich werden dadurch nur der marode Banken-Apparat des Euroraums gestützt und Staatspleiten durch künstliche Niedrigzinsen verhindert.

Auf die reale Wirtschaft haben die Programme keine Auswirkung.

Deshalb ist es auch falsch anzunehmen, die Liquiditäts-Politik der EZB würde zu einer nennenswerten Inflation führen.

Das wird sie deshalb nicht, weil die Gelder gar nicht in die reale Wirtschaft gelangen, sondern nur im Banken-Apparat verbleiben.

Nach wie vor sehe ich die Hauptgefahr nicht darin, dass es zu einer Inflation kommt.

Vielmehr befürchte ich, dass die Liquiditäts-Politik zu einem mehr oder weniger plötzlichen Abgleiten der Entwicklung in eine Deflation führt.

Gefahr einer deflationären Krise bleibt hoch

Die heutigen faktischen Nullzinsen bergen bereits einen deflationären Kern in sich, weil sie keinerlei Anreize mehr liefern, überhaupt noch Geld zu investieren oder anzulegen.

Daher genügt schon ein vergleichsweise geringfügiger Anlass im Banken-System, und schon explodieren die Zinsen, weil der Risiko-Zuschlag zum Zins steigt.

Dann kippt das System auf einen Schlag, so wie es 2008 mit der Finanzkrise schon einmal beinahe passiert wäre.

Inzwischen sind jedoch die weltweiten Staatsschulden um über 40% weiter angestiegen.

Damit fehlen den Staaten heute schlichtweg die Mittel, um erneute Rettungs-Aktionen für Banken zu starten, selbst wenn diese „systemrelevant“ sein sollten.

Seit Mitte des Jahres 2016 stieg die Inflation zwar wieder geringfügig auf jetzt 0,8% an (Stand: Januar 2017).

Das hat aber für einen Crash, der den Auftakt zu einer neuen weltweiten Finanz- und Bankenkrise bildet, gar keine Bedeutung.

Deshalb ist ein deflationärer Systemcrash heute weitaus wahrscheinlicher als noch 2008 während der Finanzkrise.

Ihre einzige Chance: Sichern Sie sich aktiv ab!

Das ganze System hängt an einem seidenen Faden, der jeden Moment zu reißen droht. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich weiter aktiv absichern!

4. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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