Nullzinsen: Das Problem geht einfach weiter

Die aktuelle Phase der faktischen Nullzinsen geht erst einmal weiter. Die US-Notenbank Fed hat die Zinsen kürzlich zwar angehoben – […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die aktuelle Phase der faktischen Nullzinsen geht erst einmal weiter.

Die US-Notenbank Fed hat die Zinsen kürzlich zwar angehoben – doch in der Euro-Zone hat sich noch nichts getan.

Damit bliebt auch die Gefahr weiterhin hoch, dass Ihr Vermögen durch Negativ-Zinsen in Gefahr ist.

Negativ-Zinsen als logische Reaktion der Banken

Im Endeffekt ist das eine logische Reaktion der Banken:

Wenn diese für die Bereitstellung von Kapital Geld zahlen müssen, ist es nur logisch, dies auch an die Kunden weiterzugeben.

Diese Gefahr besteht schon länger – und 2014 hat es auch schon erste Banken mit Negativ-Zinsen in Deutschland gegeben.

Im November 2014 schrieb ich an dieser Stelle:

„Jetzt wird ein neues Kapitel in der Finanz-Geschichte Deutschlands aufgeschlagen. Jetzt sind Sparer gezwungen, einer Bank Geld zu bezahlen, damit diese das Guthaben aufbewahrt.

Sicherlich müssen Banken mittlerweile bei der europäischen Zentralbank schon Strafzinsen auf Guthaben bezahlen.

Doch bislang sind die Privatbanken in Deutschland vor dem Schritt zurückgewichen, dies auch mit ihren Kunden zu tun.

Dieser Schritt zeigt Ihnen ganz klar, unter welch großem Druck sich die Banken in Deutschland befinden.“

Als Anleger haben Sie jedoch gute Chancen sich gegen die Negativ-Zinsen zur Wehr zu setzen.

Der wichtigste Rat an Sie lautet hierbei: Streuen Sie Ihre Investments! Dabei gilt dieser Rat eben nicht nur für  die verschiedenen Anlageklassen.

Mein Praxis-Tipp: Streuen Sie Ihr Bargeld auf verschiedene Banken

Im Grunde gilt dieser Rat auch für Ihr Bargeld. Doch was bedeutet das konkret für die Praxis? – Hier heißt das: Streuen Sie Ihr Vermögen auf verschiedene Banken!

Sollte es Ihnen möglich sein, so ist es ratsam, nicht mehr als 50.000 € bei einer Bank zu belassen. Sie werden sich nun fragen: “Warum ist es gerade diese Grenze?”

Die Vergangenheit hat klar gezeigt, dass größere Summen, wie beispielsweise 100.000 €, im Falle einer Schieflage einer Bank eben in der Gefahr stehen nicht abgesichert zu sein.

Erinnern Sie sich noch an das, was 2013 in Zypern passiert ist?

Erst im Jahr 2013 hat das Beispiel Zypern gezeigt, wie schnell es gehen kann: Damals sind Sparer mit ihren Guthaben von mehr als 100.000 € bei einigen Banken leer ausgegangen.

So ist in dem Land viel Kapital, aber noch mehr Vertrauen vernichtet worden – dabei ist das Vertrauen in die Banken doch ein extrem wichtiges Gut!

Hier sehen Sie ganz deutlich, wie groß die Gefahren bei einer Fortsetzung der Nullzins-Phase auch für Ihr Vermögen sind.

Hier hilft es enorm, wenn Sie Ihr Vermögen eben flexibel halten und auf verschiedene Kreditinstitute aufteilen.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.