OECD mahnt zu niedriges Lohn-Niveau in Deutschland an

Die Organisation für ökonomische Zusammenarbeit (OECD) hat in einer Studie das verglichen mit der Produktivität zu niedrige Lohn-Niveau in Deutschland […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die Organisation für ökonomische Zusammenarbeit (OECD) hat in einer Studie das verglichen mit der Produktivität zu niedrige Lohn-Niveau in Deutschland angemahnt.

OECD-Studie – Die Details

Darin wird betont, dass das Lohn-Wachstum hierzulande weiter verhalten ist und eine hohe Zahl älterer Arbeitnehmer und Zweitverdiener zunehmend gering entlohnte Stellen annehmen muss.

Ähnliches ergibt auch eine Untersuchung des Tarif-Archivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), einer Einrichtung der Hans Böckler Stiftung:

Danach bekommt nicht einmal mehr die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland Urlaubsgeld.

Während das Urlaubsgeld früher ein wesentlicher Bestandteil der Lohn- und Gehaltszahlung war, ist es inzwischen in immer mehr Branchen komplett gestrichen worden.

Und das bedeutet reale Einkommens-Einbußen. Daran sehen Sie, dass das Gerede von einem breiten „Aufschwung“ in Deutschland nur noch einer Minderheit zugutekommt.

Während die Stundenlöhne auch nur leicht stiegen, sind andere Leistungen wie Urlaubs- oder auch das Weihnachtsgeld zunehmend komplett entfallen.

In der Summe führte das dazu, dass die Reallöhne – also die Löhne nach Abzug der Inflationsrate – in der BRD seit den 1990er-Jahren praktisch gar nicht mehr gestiegen sind.

Sie nehmen erst jetzt wieder etwas zu.

Deutschland erlebt aktuell keinen richtigen Aufschwung – Es fehlt etwas ganz Wichtiges

Das belegt, dass wir heute eben keinen richtigen „Aufschwung“ haben.

Ein wirklicher Aufschwung würde v. a. die Löhne und Gehälter kräftig steigen lassen und damit der breiten Masse ermöglichen mehr zu konsumieren.

Und das würde dann wiederum die Wirtschaft ankurbeln.

Da dies nicht der Fall ist, steht dieser „Aufschwung“ auf sehr tönernen Füßen. Er beruht nämlich überwiegend auf einer Ausweitung der Exporte.

Mangels einer ausgeprägten Massen-Kaufkraft wird die derzeitige Wirtschafts-Belebung sehr schnell wieder zusammenbrechen.

Dies wird geschehen, sobald die sie tragenden Impulse aus dem Export-Bereich nachlassen oder ganz entfallen.

Genau das wird dann auch an der Aktienbörse zu einer massiven Korrektur der völlig überzogenen Aktienkurse führen.

Empfohlene Maßnahme: Aktien-Anteil gering halten

Das heißt für Sie, dass selbst sich dieser „Aufschwung“ mangels Massen-Kaufkraft selbst wieder abwürgt, wenn es keinen direkten externen Schock gibt.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Anteil an Aktien gering halten.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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