Pauschalbeträge: Steuererklärung einfach ausfüllen – so geht’s

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Pauschalbeträge existieren, um die Abwicklung der Steuererklärung einfacher zu machen. Wir erklären, worum es dabei geht und was möglich ist. (Foto: IhorL / Shutterstock.com)

Seine Steuererklärung auszufüllen ist lästig, das weiß jeder. Obwohl es sich bei Festangestellten mit Arbeitsvertrag noch in Grenzen halten mag, sind spätestens Selbstständige oftmals überfordert mit der Flut der Regularien und Formulare.

Wer dann eventuell noch als Kapitalanleger am Aktienmarkt oder aus sonstigen Investitionen Einnahmen erzielt, muss zusätzliche Hürden meistern.

Pauschalbeträge zur Steuererklärung dienen der Vereinfachung

Zum Glück ist die Belastung durch das überaus komplizierte deutsche Steuerrecht nicht nur auf Seiten der Bürger zu spüren. Auch die Beamten des Finanzamtes versuchen, den Prozess zu beschleunigen und Vereinfachungen zuzulassen. Eine dieser Vereinfachungen sind die so genannten Pauschalbeträge, oder manchmal auch schlicht „Pauschbeträge“ genannt.

Dabei handelt es sich um Mindestbeträge, die angerechnet werden, ohne dass sie einzeln durch Belege nachgewiesen werden müssen. In der Regel handelt es sich um steuererleichternde Beträge. Sie stellen statistisch ermittelte Durchschnittswerte an Aufwendungen dar, die typischerweise für den Steuerzahler anfallen, wenn er dieser oder jener Erzielung von Einnahmen nachgeht.

Solange die Aufwendungen, die ein Bürger von der Steuer absetzen möchte, die jeweilige Maximalhöhe nicht überschreiten, müssen also keinerlei Einzelnachweise über diese Ausgaben erbracht werden. Das Finanzamt zieht die festgelegten Pauschalbeträge automatisch von den ermittelten Einnahmen ab und versteuert nur die restlichen Beträge.

Beispiele für gängige Pauschalbeträge in der Steuererklärung

Die folgenden Pauschalbeträge für Steuererklärungen werden regelmäßig geltend gemacht und können bares Geld sparen:

  • Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag: Dieser wird manchmal auch als Werbungskosten-Pauschbetrag bezeichnet. Er umfasst alle Arten kleinerer Ausgaben, die durch die Ausübung einer Tätigkeit entstehen. Die Obergrenze liegt bei 1.000 Euro für Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit.
  • Der Sparer-Pauschbetrag: Dieser wird von Einnahmen aus Kapitalgeschäften abgezogen, sofern solche getätigt wurden. Die Obergrenze liegt bei 801 Euro für Unverheiratete. Sind die Ehepartner zusammen veranlagt, erhöht sich der Pauschbetrag auf 1.602 Euro.
  • Zudem existiert noch ein Steuer-Pauschbetrag für wiederkehrende Einkünfte aus anderen Quellen. Dazu gehören Rentenbezüge und Unterhaltsleistungen, die regelmäßig anfallen. Die Obergrenze liegt hier bei 102 Euro.

Achtung: Die angegebenen Pauschalbeträge der Steuererklärung kommen in erster Linie für Angestellte mit einem festen Arbeitsvertrag zur Anwendung, da diese über relativ geringe Werbungskosten verfügen.

Besonders selbstständig beziehungswiese freiberuflich Tätige werden in der Regel Werbungskosten haben, die über den angegebenen Höchstgrenzen der Pauschbeträge liegen.

Daher ist es für Selbstständige besonders wichtig, sämtliche Belege für ihre berufsbedingten Ausgaben (Benzingeld, Beförderungsentgelte, Verpflegung, Büroeinrichtung, Arbeitsmaterialien, Umzug, etc.) aufzuheben und zu sammeln.

Diese Ausgaben können nach entsprechender Prüfung dann auch über die genannten Pauschalbeträge hinaus steuerbegünstigend geltend gemacht werden.

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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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