Pilotiertes Fahren: Vom Auto- zum Börsen-Trend

Es erinnert ein wenig an die Bedienung der Bordwaffen in einem Kampfflieger. Die rote Schutzklappe anheben, den darunter liegenden Hebel umlegen und schon übernimmt der Computer die Kontrolle. Die Rede ist hierbei jedoch nicht von moderner Waffentechnologie, sondern vom neuen Trend in der Automobilbranche, der in Zukunft auch für Investoren immer interessanter werden wird: Pilotiertes Fahren.

Pilotiertes Fahren: Audi bewegt sich von Geisterhand

Ist der erwähnte Hebel umgelegt, kann sich der Fahrer – oder besser gesagt: der Passagier auf dem Fahrersitz – entspannt zurück lehnen. Im Testfahrzeug Audi RS7 übernimmt nun nämlich Bobby das Steuer. Was klingt wie der Chauffeur aus einem guten englischen Krimi, ist im realen Leben ein Hochleistungscomputer, der mit Hilfe von Sensoren, Kameras und tausenden von Schaltkreisen die gesamte Kontrolle über das Fahrzeug übernimmt.

Gas geben, bremsen, einlenken – all dies übernimmt ab sofort der Computer, natürlich unter Beachtung aller Verkehrsregeln und unter Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer. Natürlich ist es weiterhin möglich, dem Computer in Gefahrsituationen die Kontrolle zu entreißen. Nötig ist dies auf der Testfahrt jedoch nie, im Gegenteil. Bobby bewegt das Fahrzeug schon jetzt deutlich sicherer als so manch menschlicher Verkehrsteilnehmer.

IAA: BMW präsentiert autonomes Einparken

Und Audi ist mit dieser Technologie nicht alleine. Auf der IAA präsentierte BMW den neuen 7er, der schon heute automatisch in enge Parklücken oder Garagen steuern kann. Stauassistenten, die bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit vollautonom dem Vordermann folgen, sind seit einigen Monaten ebenfalls bei mehreren Herstellern zu haben.

Während sich die Hersteller der Elektromobilität inzwischen beinahe schon wieder abgeschworen haben – nur Audi präsentierte auf der IAA 2015 ein vollelektrisches Auto – ist das Thema „autonomes Fahren“ das neue Trendthema in der Branche.

Pilotiertes Fahren: Zulieferer profitieren an der Börse

Davon profitieren an der Börse nun auch Unternehmen, die schon seit Jahren in diesen Bereich investieren. Während Google auf diesem Feld aktuell noch als Marktführer gilt und sein vollautomatisch fahrendes Fahrzeug eventuell schon 2018 auf den Markt bringen möchte, bringen sich einige bislang eher unbekannte Zulieferer ebenfalls in Stellung.

Ein Beispiel hierfür ist das US-amerikanische Unternehmen Delphi, welches im vergangenen Jahr ein Fahrzeug komplett vom Rechner gesteuert durch die gesamte USA fahren ließ. In den vergangenen 5 Jahren zeigt der Börsentrend für Delphi nach oben. Von 21 US-$ im November 2011 stieg der Kurs bis September 2015 auf mehr als 70 $ an. Im Juni hatte das Unternehmen sogar die 90$-Marke geknackt.

Eine noch bessere Börsenperformance legt der bis vor wenigen Jahren vor allem als Reifenhersteller bekannte deutsche Großkonzern Continental vor. In Zusammenarbeit mit IT-Unternehmen wie IBM setzt auch Continental auf das Thema „autonomes Fahren“. In den vergangenen 5 Jahren stieg der Börsenkurs von knapp über 50€ auf mehr als 180€ an.

Da die Fahrzeuge immer digitaler werden, sollten Anleger beim langfristig ausgerichteten Kauf von Automobil-Aktien in Zukunft stärker darauf achten, wie gut das Unternehmen in diesem Technologiebereich aufgestellt ist. Und auch ein Blick über den Tellerrand auf die involvierten Zulieferer kann sich in Zukunft noch stärker lohnen.


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23. September 2015

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Felix Reinecke
Von: Felix Reinecke. Über den Autor

Felix Reinecke war in der Vergangenheit als Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen tätig und verstärkt seit 2011 das Team von GeVestor.

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