Recht: Verheimlichte Bankprovision jetzt ganz einfach kassieren

Inzwischen sollen Banken recht gut über "Kick-Backs", also versteckte Provisionen, informieren. Recht gut heißt aber nicht: in allen Fällen und vor allem auch nicht rückwirkend. Finden Sie heraus, dass Ihnen etwas verschwiegen wurde, hier ein ganz praktischer Hinweis für Sie (Foto: totojang1977 / Shutterstock.com)

Ein neues, wichtiges Urteil: das Landgericht München hat mit Az. 34 S 9960/09 entschieden, das Banken verheimlichte Provisionen bei Verkäufen aufdecken müssen.

Gut dabei – dies wird so auch anwendbar auf alle geschlossenen Fonds und weitere Wertpapiere sein.

Vor allem gilt diese Pflicht auch rückwirkend. Und Sie können dies jetzt nutzen.

Da der Schaden oft Summen im Bereich von 1.000 bis 5.000 Euro beträgt, lohnt sich der Weg vor Gericht nicht.

Aufwand und Ertrag können zu weit auseinanderliegen, aber: Sie können bei Beträgen bis zu 5.000 Euro auch einen Ombudsmann einsetzen – an dessen Schiedsspruch müssen sich die Parteien halten.

GeVestor.de empfiehlt: a) prüfen Sie die zurückliegenden Empfehlungen Ihrer Banken auf Angaben zu Provisionen,

b) schöpfen Sie Verdacht, dass nicht alle Angaben enthalten sind, fragen Sie einfach nach.

c) Gehen Sie dann an einen Ombudsmann – sehr einfach auch für Ihre Region im Internet zu finden.

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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