Rendite mit Zukunftsthemen: Das sind die Megatrends

Megatrends können Aktien beflügeln, die für neue Strömungen positioniert sind. Themen-ETFs vereinfachen die Auswahl, haben aber Nachteile.

Mit Aktien auf Megatrends konnten Anleger schon immer gute Renditen einfahren, sofern sie die Zeichen der Zeit früh erkannt haben. Ging es früher um Computer, dann ums Internet, steht die Welt nun vor neuen Herausforderungen und Zukunftstechnologien.

Megatrends: bei Aktien den Überblick behalten

Aktien von Megatrends zu identifizieren heißt Unternehmen zu finden, die für neue Strömungen positioniert sind. Strömungen, die als globale ökonomische, technologische, soziale und demographische Veränderungen das tägliche Leben nachhaltig beeinflussen.

Zu den großen Megatrends gehören alternde Bevölkerung, Innovationen im Gesundheitswesen, Digitalisierung sowie Automatisierung und Roboter. Natürlich kann man versuchen für die Megatrends einzelne Aktien ausfindig zu machen. Dabei kommt man aber schnell an Grenzen.

Sinnvoller ist es nach relevanten Branchen zu sortieren. Aber selbst hier ist es nicht ganz einfach themenbezogene Sektoren systematisch zuzuordnen. Denn Megatrends sind ineinander verzahnt. So  greift die Digitalisierung in die Robotik und die in den Gesundheitsbereich sowie andere Branchen.

Themen-ETFs nehmen Detailarbeit ab

Um den Überblick nicht zu verlieren, bietet iShares seit Herbst letzten Jahres vier Megatrend-ETFs. Sie bilden relevante Themenindizes ab, die jeweils mindestens 80 Aktien umfassen, ausgewählt nach Umsatzstärke.

Der erste ETF setzt auf den das Thema alternde Bevölkerung. Er enthält Aktien von Unternehmen, die mit den veränderten Bedürfnissen im demografischen Wandel Geld verdienen. Die Branchen reichen von Pharmazie über Seniorenbetreuung bis zu Konsum und Finanzwerten wie Versicherungen. Das Potenzial wird im steigenden Anteil älterer Menschen gesehen. Bis 2030 sind 13 % älter als 65.

Der zweite ETF konzentriert sich auf Innovationen im Gesundheitswesen. Hier geht es um Unternehmen, die Medikamente, Behandlungen, Betreuungen oder Diagnoseinstrumente anbieten. Der Gesundheitsmarkt soll bis Ende des Jahrzehnts auf über 10 Bio. US-$ anwachsen.

Der dritte ETF investiert in den Bereich Automatisierung und Robotik. Das Spektrum reicht von intelligenten Fertigungsanlagen über Industrie- und Hausroboter bis zu mobilen Geräten. Schätzungen zufolge lässt sich nahezu die Hälfte der Arbeitsvorgänge weltweit durch neue Technologien automatisieren.

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Der vierte ETF setzt auf Digitalisierung. Dazu zählen Firmen mit Schwerpunkt Cybersicherheit, neue Bezahlsysteme sowie Finanztechnologie. Die Dynamik des Bereichs zeigt sich schon in den Jahren von 2010 bis 2015: Das Investitionsvolumen hat sich in dem Zeitraum verzehnfacht.

Themenbündelung ist nicht nur vorteilhaft

Die ETFs nutzen Chancen, die sich aus den langfristigen strukturellen Trends ergeben können. Allerdings hat das einfache Vorgehen auch Nachteile. Allen voran die Konzentration auf einzelne Themen und Unternehmen. Bei schlechten Nachrichten besteht die Gefahr, dass etwa mit den Pharmafirmen der gesamte Index abrutscht. Der Effekt hebt die Absicherung durch breite Streuung auf.

Davon abgesehen setzt sich nicht jeder Trend durch. Insofern eignen sich Themen-ETFs eher als Beimischung im Depot. Wer nichts verpassen will, konzentriert sich auf Marktführer, die vom spürbaren Schub der bereits angelaufenen Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft profitieren.

Entscheidende Schlüsseltechnologien

Firmen wie Alphabet (Google), Amazon, Facebook, Apple und Microsoft, aber auch SAP decken die Bereiche Daten, Datenverarbeitung sowie Cloud-Dienste ab. Beispielsweise Siemens oder General Electric entwickeln Automatisierungssysteme und Roboter für die Industrie. Bei letzteren sind auch der japanische Spezialist Fanuc oder iRobot aus den USA gut aufgestellt.

Auch werden 3D-Drucker etwa von Stratasys und 3D Systems rasant nachgefragt. Der globale Umsatz mit 3,3 Mrd. US-$ im Jahr 2014 wird bis 2019 um das Sechsfache zulegen. Nicht zuletzt liefern Chiphersteller wie Intel, Qualcomm oder Infineon die Basis für den Alltag – autonomes Fahren inklusive.

Es gibt aber noch einen Megatrend, den viele noch nicht so recht auf dem Radar haben, ganz einfach weil der entscheidende technische Durchbruch ganz frisch ist: Brennstoffzellen für Fahrzeuge oder Häuser werden als kleine Kraftwerke die bisherige Energieversorgung auf den Kopf stellen. Ballard Power ist führend in der Schlüsseltechnologie und kann ermutigende Testerfolge vorweisen.


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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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